Die TG Biberach schlägt den SSV Ulm 3:1

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Michael Mader

TG Biberach - SSV Ulm 1846 3:1 (25:18, 30:32, 25:19, 25:20). TG: C. Elsäßer, Kimmich, H. Elsäßer, Arendt, Matousek, Müller, Zeifang, Padial, Gnann, Rueff, Gerstmann.

Die Volleyballerinnen der TG Biberach sind mit einem Sieg in die neue Oberliga-Saison gestartet. Die Biberacherinnen gewannen das Derby in eigener Halle gegen den SSV Ulm 1846 mit 3:1.

Der Erfolg des Gastgebers war hochverdient, auch wenn es sich die TG im zweiten Durchgang selbst unnötig schwer machte. Insgesamt elf Aufschlagfehler führten zu sechs vergebenen Satzbällen. Dies konnten die Ulmerinnen nutzen und verwandelten ihrerseits den zweiten Satzball und entschieden den Durchgang für sich. Doch nur in der Anfangsphase des dritten Satzes konnte der SSV diese Euphorie nutzen, dann setzte sich das bessere Spiel und die bessere Qualität an Einzelspielerinnen der TG Biberach durch. Mit 25:19 und 25:20 gewann die Mannschaft von Trainer Stefan Hecht die Sätze drei und vier und damit die Partie mit 3:1.

Nach einer nervösen Anfangsphase hatte die TG den ersten Satz mit 25:18 gewonnen und schon da signalisiert, dass dieses Spiel nur einen Sieger haben kann, nämlich Biberach. „Wir sind noch nicht bei 100 Prozent unseres Leistungsvermögens, deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis, auch wenn der zweite Satz natürlich so nicht notwendig gewesen wäre.“ Hecht hatte zu Beginn des Spiels auf Annika Zeifang und Natali Gerstmann verzichtet und Franziska Arendt trotz gerade überstandener Verletzung das Vertrauen geschenkt. „Wir sind im Zuspiel sehr gut besetzt und können da durchaus mal variieren“, sagte Hecht. Zudem wollte er den Angriff durch Zeifang nochmals verstärken.

„Bin noch ein wenig vorsichtig“

Den Unterschied machte an diesem Abend vor rund 300 Zuschauern in der Wilhelm-Leger-Halle vor allem Annika Rueff aus. Die vor der vergangenen Saison gemeinsam mit Leonie Matousek vom VfB Friedrichshafen nach Biberach gekommene Außenangreiferin überzeugte und musste wohl auch deshalb die gesamte Partie durchspielen. „Wir hatten am Anfang unsere Probleme, weil wir zu nervös waren, haben uns dann aber gesteigert, auch wenn der zweite Satz so nicht passieren darf“, fasste die 23-Jährige zusammen und fügte hinzu: „Dieser Sieg war zum Saisonauftakt unheimlich wichtig für die Moral. Darauf können wir aufbauen.“ Schließlich will das Team ja ein Wörtchen mitreden bei der Titelvergabe und den Aufstieg in die Regionalliga. „Ich bin da noch ein wenig vorsichtig“, betonte Annika Rueff. Man müsse erst mal die nächsten Spiele abwarten.

Im Block und und auch in der Konzentration habe man noch Luft nach oben, so der Trainer. Dennoch hatte Stefan Hecht ein Grinsen auf dem Gesicht, auch wenn er zwischenzeitlich mal vor Ärger auf den Boden trommeln musste. Diese Probleme hatte sein Gegenüber Michael Renner nicht. Die TG Biberach sei in dieser Saison nicht das Maß für den SSV Ulm. „Die TG hat andere Ziele als wir. Für uns geht es zunächst mal darum, sich möglichst schnell von den Abstiegsplätzen zu entfernen.“ Biberach sei vor allem auch physisch stärker als seine Mannschaft. Das habe heute unter anderem den Ausschlag gegeben. Das war Wasser auf die Mühlen von Stefan Hecht, der gut zwei Monate intensiv mit dem Team in der Vorbereitung gearbeitet hatte.

TG Biberach - SSV Ulm 1846 3:1 (25:18, 30:32, 25:19, 25:20). TG: C. Elsäßer, Kimmich, H. Elsäßer, Arendt, Matousek, Müller, Zeifang, Padial, Gnann, Rueff, Gerstmann.

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