Die Hornistin Katharina Längst ist der Star des Abends

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Katharina Längst war Solistin bei Mozarts Hornkonzert
Katharina Längst war Solistin bei Mozarts Hornkonzert (Foto: josef aßfalg)
Josef Aßfalg

Eine frische musikalische Frühlingsbrise ist beim Konzert des Musikvereins Mettenberg durch die Festhalle geweht. Schwungvoll und spritzig präsentierten die 80 Akteure der Jugendkapelle und des Blasorchesters ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm. Solistin Katharina Längst war bei Mozarts Hornkonzert der Star des Abends.

Nach dem Eröffnungsstück „Two Moments“ von Kees Vlak folgte das Konzertwerk „Schmelzende Riesen“ aus der Feder von Armin Kofler. Es erzählt von der Klimaerwärmung und dem Rückgang der Gletscher. Beide Stücke sind im Schwierigkeitsgrad eines Mittelstufenorchesters angesiedelt. Das Jugendorchester mit Stefan Schlanser erspielte sich damit beim Jugendkritikspiel in Mettenberg die Note „sehr gut“, verriet Ansagerin Emilia Wolff. Nach „Friend Like Me“ (Alan Menken), aus Walt Disneys „Alladin“, bedankten sich die 33 Jugendlichen mit Dirigent Schlanser mit einer Zugabe.

Dann die Großen: Nach Thomas Asangers feierlichem „Festival Sounds“ schwang sich das Blasorchester mit Dirigent Thomas Buse bei „Utopia“ (Jacob de Haan) gleich zu musikalischen Höhenflügen auf. Das Werk besticht durch eine große Bandbreite unterschiedlicher Klangfarben, Rhythmen und Stimmungen. Eine Herausforderung für die 47 Musiker, die sie gekonnt meisterten. „Cry of The Last Unicorn“ des US-Amerikaners Rossano Galante ist eine Darstellung des schicksalhaften Zusammentreffens der Jäger, die das legendäre Einhorn verfolgen. Melancholische Klänge im Wechsel mit stürmischen zeichnen eine dramatische Verfolgungsjagd nach.

Eine tolle Leistung bot die Solistin Katharina Längst beim Allegro aus Mozarts Hornkonzert (KV 447). Tonsicher und mit viel Ausdruck meisterte die 23-jährige Hornistin den Balanceakt zwischen expressivem Spiel, das den rauen Blechcharakter des Horns ausreizt, und einer Emotion mit warmer Klangfärbung.

„Der König der Löwen“ von Elton John, ein Dauerbrenner in der Gunst des Publikums, und „Bon Jovi Rock Mix“ waren nach der Pause zu hören. Das Bon-Jovi-Medley war garniert mit Soloeinlagen von Birgit Branz (Klarinette), Martina Schuler (Saxofon), Markus Buck (Trompete) und Helmut Dorn (Posaune). Mit dem Marsch „O Vitinho“ (Francesco Neto, arrangiert Siegfried Rundel) verabschiedeten sich die 47 Damen und Herren des Blasorchesters Mettenberg. Der portugiesische Marsch spiegelt die beschwingte Heiterkeit der Portugiesen wider. Als Zugabe spielten beide Orchester zusammen den Song „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus Disneys Dschungelbuch. Das Publikum war nicht mehr zu bremsen und klatschte kräftig mit. Die charmant auftretenden Ansagerinnen Susi Holz und Martina Schuler führten mit Hintergrundwissen und Humor durch das Programm. Dabei brachten sie das Publikum immer wieder zum Schmunzeln. Ein reicher Applaus der rund 270 Besucher würdigte die Präsentation beider Orchester.

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