„Die Akzeptanz des Museums ist ein hohes Gut“

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Museumsfest in Biberach kommt gut an.
Museumsfest in Biberach kommt gut an. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Mitglieder des Fördervereins Museum Biberach haben sich kürzlich zur Hauptversammlung getroffen. „Es war ein sehr erfolgreiches Jahr“, stellte Museumsleiter Frank Brunecker in seinem Jahresbericht fest.

Zuvor hatte der Vorstand das abgelaufene Vereinsjahr Revue passieren lassen. Zu den Aktivitäten zählte allen voran das gut besuchte Museumsfest, bei dem wieder in vielfältiger Weise treue Mitglieder und Förderer zum guten Gelingen beitrugen. Vorsitzender Herbert Stein nutzte die Gelegenheit, um den Helfern zu danken, denn ohne die könne man die Vereinsaktivitäten nicht leisten.

Besonders viele Hände sind auch für den Bücherbasar erforderlich, der immer am ersten Advent im Museum stattfindet. Er erzielte dank der zahlreich gespendeten Bücher, Noten und CDs einen respektablen Erlös von rund 3800 Euro.

In seinem Jahresbericht 2017 sprach Museumsleiter Frank Brunecker von einem sehr erfolgreichen Jahr mit mehr als 32 000 Besuchern, auch wenn damit die Vorjahreszahl von mehr als 35 000 nicht erreicht wurde. Wichtig sei, dass man seit mehr als 20 Jahren relativ stabile Besucherzahlen verzeichne, was nicht selbstverständlich sei – andere Museen stellen oft einen Besucherrückgang fest. „Die Akzeptanz des Museums ist ein hohes Gut“, so Brunecker.

Zugenommen hat die Zahl der Führungen von 718 im Vorjahr auf 829 sowie der museumspädagogischen Aktionen. Dabei wurden über 11 000 Besucher, somit mehr als ein Drittel, persönlich betreut. Hinzu kamen 35 Eröffnungen und Sonderveranstaltungen mit knapp 9000 Teilnehmern, so dass insgesamt 864 Veranstaltungen mit knapp 20 000 Teilnehmern verzeichnet werden konnten. Bei 310 Öffnungstagen sind das 2,8 Veranstaltungen pro Tag (Vorjahr 2,3).

5000 Kinder und Jugendliche

Erfreulich auch das anhaltende Interesse der Jugend am Museum. Ein gutes Drittel der Führungen und Veranstaltungen bestritt die Museumspädagogik: Mehr als 5000 Kinder und Jugendliche nahmen an fast 300 museumspädagogischen Aktionen teil. Insgesamt 7700 Kinder und Jugendliche besuchten das Museum – das Museumsfest nicht eingerechnet. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen, die während ihres Museumsbesuchs pädagogisch betreut wurden, beträgt rund 65 Prozent. Hierbei sind auch die Bildungspartnerschaften „Schule-Museum“ mit dem Pestalozzi-Gymnasium und dem Wieland-Gymnasium sowie das Projekt „Mali-Detektive“ mit der Mali-Gemeinschaftsschule mit eingerechnet.

Die Besucher kommen nach wie vor fast zur Hälfte aus Biberach, weitere 17 Prozent aus dem Kreisgebiet, der Rest kommt aus der Region und rund zehn Prozent aus ganz Deutschland oder dem Ausland. Dabei besuchten fast 8000 Menschen die kulturgeschichtliche Ausstellung „Wasser“. Es folgten anlässlich des 200. Todestages von Justin Heinrich Knecht und dem Jubiläum 250 Jahre Orchesterkultur die von Musikschule, Musikverein und Kulturdezernat konzipierte Kabinettausstellung „Justin Heinrich Knecht – 250 Jahre Biberacher Orchesterkultur“ und die Kunstausstellung „Kinder“, in der auch der neue Medienguide mit einer Kinderversion eingesetzt wurde.

Sonderveranstaltungen spielen in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle und „das Besucherverhalten bestätigt sich“, so Brunecker. Nur knapp 40 Prozent der Besucher besuchten die Ausstellungen, ohne an einer Veranstaltung teilzunehmen. Deutlich mehr, nämlich über 60 Prozent, seien Veranstaltungsbesucher. Brunecker: „Nur mit Ausstellungsbesuchern ist keine befriedigende Jahresbesucherzahl mehr erreichbar.“ Auch die Veranstaltungen des Fördervereins tragen ihren Teil zu den guten Besucherzahlen bei, denn rund zehn Prozent der Besucher resultieren aus Aktivitäten des Fördervereins. Und da dieser gut gewirtschaftet hat, wurde nach Kassen- und Prüfbericht der Vorstand entlastet.

Die nächste Ausstellung im Museum ist Carl von Ebersberg (1818-1880) gewidmet „Der Maler von Sisi's Schwester. Am 28. April ist Eröffnung.

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