Dettingen und Sulmetingen wollen Serien ausbauen

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 Gutenzell (hier Marvin Honisch) trifft auf Dettingen.
Gutenzell (hier Marvin Honisch) trifft auf Dettingen. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Das Flutlichtspiel zwischen dem SV Reinstetten und dem SV Baustetten eröffnet am Mittwoch, 2. Oktober, 18 Uhr, den neunten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß. Am Donnerstag, 3. Oktober, gilt der SV Ringschnait als Favorit beim SV Baltringen. Vor keiner leichten Aufgabe steht der Zweite Sulmetingen in Steinhausen. Tabellenführer SF Schwendi ist favorisierter Gastgeber des TSV Kirchberg (Anpfiff um 14 Uhr). Spielbeginn ist bei allen anderen Partien um 15 Uhr.

Die erste Saisonniederlage des SV Reinstetten vor drei Tagen resultierte nicht aus einem schwachen Auftritt. Der SVR scheiterte letztlich an der mangelnden Chancenverwertung und an einem überaus cleveren Gegner. Im Flutlichtspiel gegen den SV Baustetten hofft man nun auf besseren Durchblick vor dem gegnerischen Tor. Die Gäste bezogen ihre drei Niederlagen gegen die drei erstplatzierten Mannschaften. Die Partie beim Tabellenvierten beantwortet dann wohl auch ein Stück die Frage nach der wirklichen Qualität des aktuellen Tabellensechsten. Besteht der SVB diesen Test erfolgreich, ist man auf alle Fälle Tabellenvierter.

Auch ohne die bewährten Offensivkräfte Serkan Tokmak und Tobias Mayr nahm Tabellenführer SF Schwendi die Hürde Baustetten. Die Heimpartie gegen den TSV Kirchberg geht man schon aufgrund der miserablen Bilanz gegen diesen Gegner mit aller Ernsthaftigkeit an: In den jüngsten fünf Direktvergleichen gab es für die SF keinen Sieg. Ob diese stolze Serie dem auf Platz zwölf abgerutschten TSV nun weiterhilft, erscheint auf den ersten Blick sehr fraglich. Die Illertäler bezogen in ihren vergangenen drei Partien am Ende klare Niederlagen. Vielleicht konnte sich der Gast in der gut zehntägigen Pause aber wieder auf seine Qualitäten besinnen.

Aufsteiger BSC Berkheim wehte die raue Bezirksliga-Luft in den vergangenen beiden Partien deutlich schärfer entgegen. Zehn Gegentreffer setzte es für die davor recht stabile Hintermannschaft des Tabellenzehnten. Für die wichtige Partie gegen Schlusslicht Olympia Laupheim II braucht Spielertrainer Philipp Birk-Braun eine stabile Abwehr und einen entschlossenen BSC. Das erwartet auch das Gästetrainerduo Liolios/Arb erneut von der eigenen Elf, die am Sonntag endlich zum ersten Sieg kam. Einen kleinen Wermutstropfen brachte dieser Erfolg aber doch, die zwei gesperrten Akteure wird man wohl durch weitere Nachwuchskräfte ersetzen.

Der FC Mittelbiberach hat beim Spiel in Dettingen viel investiert, ging aber als Verlierer vom Platz. Ähnlichen Aufwand oder sogar noch mehr will der Aufsteiger auch in die fünfte Heimpartie gegen den SV Eberhardzell stecken. Mit einem weiteren Heimsieg wäre der FCM bis auf Weiteres im gesicherten Mittelfeld. Der Weg dorthin ist für den am Sonntag stark aufspielenden Gast ebenfalls das erklärte Ziel. Um dem Schritt für Schritt näher zu kommen, braucht der SVE aber auch auswärts Zählbares, bisher gelang das der Kaiser-Truppe nicht. Beim allerersten Bezirksligaduell dieser beiden Teams gibt es keinen Favoriten.

Auch die bisher beste Auswärtsleistung genügte für den SV Steinhausen in Ringschnait nicht für die ersten Punkte außerhalb des eigenen Sportgeländes. Dort hat der Tabellenneunte vier Tage später mit dem zuletzt vier Mal in Folge erfolgreichen SV Sulmetingen erneut ein Bezirksliga-Schwergewicht zum Gegner. Dass es eben gegen die Rottumtäler in der Vorsaison zwei Niederlagen gab, stört inzwischen im Lager des Tabellenzweiten niemand mehr. Die Gumper-Elf scheint derzeit in der Form zu sein, um auch unangenehme und hartnäckige Gegner in Schach zu halten. Die Taktik ist dann wie eh und je die Gleiche: Hinten sicher stehen und vorne hellwach sein.

Nach der unfreiwilligen Nachbarschaftshilfe im Derby steht der SV Baltringen nun vor einer ganzen Reihe schwerer Partien. Zunächst trifft man auf den SV Ringschnait, mit dem SVB-Trainer David Freudenmann vor vier Jahren den Meistertitel feiern durfte. Er ist Realist genug und weiß, dass sein Team einen optimalen Auftritt braucht, um die gute Heimbilanz zu verteidigen. Die auswärts unbesiegten Gäste bogen auch dank Manuel Münst eine schwierige Partie noch um. Der Spielplan für die nächsten Wochen bringt fast nur Partien gegen Teams der unteren Hälfte, nicht eingeplante Punktverluste kann der Dritte nicht brauchen.

Den bisherigen Auftritten nach zu urteilen, könnte der VfB Gutenzell vor einer schweren Saison stehen. Der Vizemeister der Vorsaison schafft es derzeit nicht, aus dem Spiel heraus genügend Torchancen zu erarbeiten, die Offensivabteilung des VfB blieb in den vergangenen drei Partien erfolglos. Jetzt könnte der VfB wie in der Vorsaison einen Heimsieg gegen den SV Dettingen gebrauchen. Offensiv betrachtet läuft es beim Gast runder, der Tabellenfünfte kam in seinen vergangenen vier siegreichen Partien gleich zu 13 Treffern. Nun visiert der klar verbesserte SVD eine besondere Marke an: Fünf Siege am Stück gab es lang nicht mehr in der Bezirksliga.

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