Deshalb wollen die Jüngeren in den Kreistag

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 Steffen Kössler
Steffen Kössler (Foto: Privat)
Jannick Nessensohn

Bei den Kreistagswahlen wollen sich in diesem Jahr mehrere junge Kandidaten zur Wahl stellen. Dafür bauen sie gerade die Wählerliste „Aktiv.jung.politisch“ auf. Ziel ihrer Initiative ist es, mehr junge Leute und damit frischen Wind und für die jungen Bürger wichtige Themen in den Kreistag zu bringen. Bei Steffen Kössler, einem der Biberacher Kandidaten, hat SZ-Mitarbeiter Jannick Nessensohn nachgefragt.

Warum wollen Sie in den Kreistag?

Der Biberacher Kreistag ist im Durchschnitt inzwischen zu alt. Im Kreistag wird viel für jede Stadt im Landkreis mitentschieden, das geht von der Gesundheitsversorgung bis zu Verkehrsinfrastruktur und öffentlichem Nahverkehr bis zur Energiepolitik. Wir wollen junge Menschen in den Kreistag bringen, denn dort werden über wichtige Themen für unsere Zukunft entschieden.

Was hebt aus ihrer Sicht die Politik der Jüngeren von der der Älteren ab?

Also das Problem der älteren Politiker im Kreistag ist, dass sie schon zu lange dabei sind und deshalb starre Beziehungen und alte Ziele haben. Wir Jungen und Neuen hingegen, sind da unbefangener. Mit unserem jungen Elan bringen wir auch aktuelle und zukünftige Themen mit ein und besetzen nicht Themen, die inzwischen schon zehn Jahre alt sind.

Was sind ihre persönlichen Schwerpunkte, die sie in den Kreistag bringen wollen?

Neben den klassischen Jugendthemen bringe ich selbst Kompetenz im Bereich Industrie 4.0 und nachhaltige Energieversorgung mit, da ich von Beruf Elektrotechniker bin. Das ist auch für die Kreispolitik interessant, Delegierte aus dem Kreistag sind im Aufsichtsrat der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke.

Was sind Ihre nächsten Pläne?

In der nächsten Woche sollen die ersten Informationsveranstaltungen starten. Während der Clubnacht wollen wir durch die Kneipen der Stadt ziehen, mit den Leuten sprechen und auf uns aufmerksam machen. Wir überlegen auch, einen „Blaulicht-Empfang“ zu veranstalten, bei dem wir mit den Biberacher Rettungskräften sprechen und uns austauschen wollen.

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