Derbyzeit am Zellersee

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 Jan Dehmel (rechts) ist nach den Ausfällen von Bonelli und Wildenstein der einzige nominelle Stürmer bei Schussenried.
Jan Dehmel (rechts) ist nach den Ausfällen von Bonelli und Wildenstein der einzige nominelle Stürmer bei Schussenried. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Im nächsten Kreisderby der Saison in der Fußball-Landesliga muss der SV Ochsenhausen beim FV Bad Schussenried antreten. Das Spiel wird am Mittwochabend um 18.30 Uhr im Zellerseestadion angepfiffen. Beide Vereine, die mit sieben Punkten aus drei Spielen bislang ihr Soll erfüllt haben, müssen in dieser Partie auf wichtige Spieler verzichten.

Beim Gastgeber fallen die bislang erfolgreichsten Torschützen Felix Bonelli und Sebastian Wildenstein aus. Der eine muss noch seine Rotsperre aus dem Ostrach-Spiel absitzen, über deren Dauer laut Schussenrieds Trainer Daniel Amann noch keine Informationen seitens des WFV vorliegen, der andere hat sich bei seinem Torerfolg in Biberach das Knie verdreht und muss definitiv gegen Ochsenhausen passen.

Beim SV Ochsenhausen sind nach Angaben von Spielertrainer Mathias Wesolowski Konrad Licht, Michael Wild und Tim Ehlert nicht dabei. Licht, der im Heimspiel gegen Laupheim (2:2) verletzt ausgwechselt werden musste, ist unterdessen untersucht worden und es wurde ein Bänderriss am Sprunggelenk diagnostiziert. Zusätzlich ist auch das Knie des SVO-Stürmers in Mitleidenschaft gezogen. Ehlert ist ebenso verletzt wie Licht, Wild kann aus privaten Gründen nicht auflaufen. „Wir wollen in Schussenried schon zeigen, dass wir die größere Erfahrung in der Landesliga haben, und das Spiel gewinnen“, stellt Wesolowski klar. Der ehemalige Laupheimer hat die Violetten am vergangenen Freitag beim überraschenden 3:1-Sieg in Biberach beobachtet und war beeindruckt von der Konterstärke der Schussenrieder. „Ich erwarte schon, dass sie auch gegen uns eine ähnliche Taktik anwenden werden.“

In den Worten seines Gegenübers Daniel Amann klingt das so: „Wir müssen wieder kompakt stehen und als Einheit auftreten.“ Jan Dehmel ist nach den Ausfällen von Bonelli und Wildenstein der einzige nominelle Stürmer, der aus dem Mittelfeld vor allem von Simon Kraft und Marcel Liebhardt mit verwertbare Pässen gefüttert werden soll. „Natürlich sollen unsere Mittelfeldspieler nachstoßen, wenn es möglich ist“, sagt Amann. Das habe gerade die Partie in Biberach gezeigt, dass diese Art von Spiel seiner Mannschaft sehr gut liegt. Mit Nico Junker und Hannes Schmid werden auch zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft in den Landesligakader aufrücken, denn auch Yannick Haage, Lukas Kraft und Luca Maucher sind urlaubs- oder berufsbedingt nicht einsatzfähig. „Ich hoffe, dass dann doch noch der eine oder andere auf der Bank sitzt und wir noch Optionen im Lauf des Spiels haben werden“, schmunzelt Amann.

Wesolowski erwartet Kampfspiel

Bei Ochsenhausen könnte Thilo Denzel in der Innenverteidigung oder auf der Sechserposition spielen. „Wir haben mehrere Möglichkeiten. Das muss ich noch abschließend mit Kollege Simon Boscher besprechen. Beide Spielertrainer könnten diese Positionen selbst einnehmen. Wesolowski geht davon aus, dass seine Mannschaft ein Kampfspiel erwartet, bei dem sein Team auch die Zweikämpfe bestehen muss, um das Spiel zu gewinnen. „Schussenried hat eine sehr lauf- und kampfstarke Truppe und spielt zu Hause“, sagt der 29-Jährige. „Da müssen wir dagegenhalten.“

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