Derbys steigen in Gutenzell und Eberhardzell

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 Der VfB Gutenzell (links Florian Maier) und der SV Eberhardzell (am Ball Christian Wiedemann) sind jeweils in einem Derby gefor
Der VfB Gutenzell (links Florian Maier) und der SV Eberhardzell (am Ball Christian Wiedemann) sind jeweils in einem Derby gefordert. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Mit dem letzten Vorrundenspieltag am Sonntag, 10. November, biegt die Bezirksliga Riß allmählich auf die Zielgerade des Fußballjahrs 2019 ein. Spitzenreiter SV Ringschnait will beim Derby in Eberhardzell die Vorrunde als Erster abschließen. Der VfB Gutenzell empfängt beim anderen Lokalkampf den TSV Kirchberg. Schwendi und Baustetten treten bei Aufsteigern an, Sulmetingen muss zum SV Dettingen. Anpfiff ist bei allen Partien um 14.30 Uhr.

Einen stichhaltigeren Nachweis über seine aktuelle Topform hätte der SV Dettingen am letzten Spieltag kaum erbringen können. Den spektakulären 7:1-Sieg in Ringschnait verteilte der SVD gleich auf sieben Torschützen. Bei aller Euphorie konzentriert man sich beim Tabellenfünften nun auf die Partie gegen den um einen Platz besser positionierten SV Sulmetingen, der mit einem weiteren Sieg überrundet wäre. Die Gäste konnten zuletzt nur zwei Mal in Folge remis spielen, sind aber weiterhin vorn mit dabei. Dass dies unter anderem den Patzern der Konkurrenz geschuldet ist, weiß man auch beim SVS. Spielertrainer Heiko Gumper dürfte wieder an Bord sein.

Über den guten siebten Platz des Aufsteigers SGM Warthausen/Birkenhard ist inzwischen niemand mehr verwundert. Zuletzt holte man gegen Teams aus dem ersten Tabellenviertel vier Punkte. Zu dieser Kategorie zählt dann auch der kommende Gegner SV Baustetten. Die beiden Spielertrainer Jochen Hauler und Leo Gashi streben den vierten Heimsieg in Serie an. Auch beim zuletzt viermal in Folge siegreichen Tabellendritten stehen mit Christian Endler und Josip Roncevic beide Übungsleiter auf dem Feld. Schon in der ersten von zwei aufeinanderfolgenden schweren Auswärtspartien kann und will der SVB beweisen, dass man zurecht oben mitmischt.

Zwei Tore, sechs Punkte: Viel besser hätte es für den SV Baltringen in den beiden vergangenen Begegnungen nicht laufen können. Die nächste Nagelprobe steht für den Tabellenzwölften nun gegen den SV Steinhausen an. Wenn die zuletzt recht stabile Abwehr um Torwart Julian Eiberle wieder gut steht, könnte erneut Zählbares folgen. Der in der Vorwoche spielfreie SVS kam mit vier Siegen und einem Unentschieden glänzend durch den Monat Oktober. In den letzten drei Partien bewies das Team um Kapitän Tobias Rothenbacher eine gute Moral, als man jeweils Rückstände aufholen konnte. Auch deswegen geht der Sechste favorisiert in die Begegnung.

Das dicke Ausrufezeichen, das der SV Eberhardzell vergangene Woche eigentlich setzen wollte, ist ausgeblieben. Der SVE ist keinen Schritt weitergekommen und trifft nun im Derby auf den Tabellenführer SV Ringschnait. Gegen den sah die Kaiser-Truppe in der Vergangenheit oft gut aus. Das allein reicht jetzt nicht mehr aus, der Vorletzte braucht Punkte. Nach ein paar Tagen Abstand, gesenktem Blutdruck und der Analyse des vorwöchentlichen Debakels will man beim SVR wieder zum Kerngeschäft zurückkehren, das in neun der bisherigen 13 Spiele auch klappte: ein Fußballspiel gewinnen.

Schenkt man der Bilanz ein Stück Glauben, sind in der Partie BSC Berkheim gegen den SV Reinstetten jede Menge Tore zu erwarten. Beim letzten Vergleich siegte der BSC 8:2, ein halbes Jahr zuvor war der SVR mit 5:1 erfolgreich. Beiden Mannschaften steht der Sinn aber weniger nach Torejagd, sondern nach einem Sieg. Der Aufsteiger blieb in seinen letzten beiden Heimspielen unbesiegt. Bei den Gästen will man die Pech- und Pannenzeit jetzt endlich zu den Akten legen, obwohl man zuletzt meilenweit von der Form der Monate August und September entfernt war. Gedanken an Abstiegskampf will man beim SVR nicht aufkommen lassen, dafür muss aber ein Sieg her.

Nach einem guten Saisonstart wird die Luft für den Aufsteiger FC Mittelbiberach merklich dünner, sechs der zurückliegenden sieben Partien gingen in die Binsen. Nun sucht man beim Tabellenelften den sportlichen Kompass, um den Weg aus der Talsohle gehen zu können. Beim Blick auf die Tabelle bietet sich der Zweite, die SF Schwendi, dafür nicht unbedingt an. Die Gäste beendeten am letzten Spieltag beim 3:0 gegen Berkheim ihre kleines Zwischentief und sind damit wieder auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer. Die Reise ins westliche Kreisgebiet tritt man mit der eindeutig besten Abwehr der Liga und dem zweitbesten Torjäger an.

Es gab schon Zeiten, in denen man den VfB Gutenzell in einem Lokalderby gegen den TSV Kirchberg von vornherein favorisieren konnte. In der laufenden Saison ist dies nicht der Fall, der VfB liegt zwei Plätze und vier Zähler hinter den Gästen. Der Zehnte hat aber eine positive Heimbilanz mit einem erstaunlichen Torverhältnis von 15:5. Richtig beeindrucken dürfte dies den seit sechs Spieltagen ungeschlagenen TSV kaum. Der Tabellenachte war in diesem Zeitraum selber 18-mal erfolgreich und will jetzt auf dem schnellsten Weg die 20-Punkte-Marke knacken. Die Truppe um Spielertrainer Daniel Kohler geht mit breiter Brust und Selbstvertrauen ins Derby.

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