Derby in Kirchberg verspricht Spannung

Lesedauer: 7 Min
 Alexander Luppold und der TSV Kirchberg empfangen am Sonntag den VfB Gutenzell zum Derby.
Alexander Luppold und der TSV Kirchberg empfangen am Sonntag den VfB Gutenzell zum Derby. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Das Führungsduo Mietingen und Gutenzell steht am 25. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß in Steinhausen und beim Derby in Kirchberg vor heiklen Auswärtsaufgaben. Beim Dritten Sulmetingen wird der Vierte SV Baustetten vorstellig. Die TSG Achstetten empfängt den SV Baltringen, in Reinstetten will der SV Eberhardzell einen großen Schritt Richtung Klassenziel machen. Spielbeginn ist bei allen Partien am Sonntag, 5. Mai, um 15 Uhr.

Die Voraussetzungen für ein packendes und spannendes Lokalderby sind bestens. Der TSV Kirchberg kann eine Serie mit fünf ungeschlagenen Spielen, darunter drei Siege, anbieten. Der Tabellenzweite VfB Gutenzell blieb bisher in allen sieben Spielen nach der Winterpause ungeschlagen, dabei hielt Keeper Benny Poser gleich sechs Mal den eigenen Kasten sauber. Die jeweiligen Ansprüche für das Derby sind klar: Der TSV will die 30-Punkte-Marke knacken und die allerletzten Zweifel am Klassenverbleib ausräumen, der VfB will Platz zwei verteidigen. Neben gutem Zuschauerzuspruch ist eine völlig offene Partie zu erwarten.

Wer den SV Steinhausen beim 3:1 in Dettingen beobachtet hat, muss den Hut ziehen. Obwohl es für den SVS weder nach oben noch nach unten um Größeres geht, spielt man motivierten und schnellen Bezirksliga-Fußball. Dies nimmt man sich beim drittstärksten Heimteam der Liga nun auch gegen den Tabellenführer SV Mietingen vor. Der richtet sich zum Ende der eigenen englischen Woche schon mal vorsorglich auf ein hartes Stück Arbeit ein, bringt aber beeindruckende Zahlen mit ins Rottumtal. In den jüngsten zehn niederlagenlosen Spielen gab es acht Siege, mit 66 Toren stellt der Ligaprimus die mit Abstand torgefährlichste Offensivabteilung.

Wenn es bei der TSG Achstetten mal läuft, dann richtig. Bei beiden Siegen nach der Winterpause traf man mindestens vier Mal, trotzdem steckt die TSG immer noch mitten im nervigen Abstiegskampf. Im vierten Heimspiel in Folge wäre der TSG gegen den SV Baltringen auch mit einem knappen Sieg geholfen. In diesem Fall hätten sich auch die seit nun schon acht Spielen sieglosen Gäste im Abstiegskampf angemeldet. Auf der anderen Seite kann der SVB in dieser und der nächsten Partie, wo es gegen den SV Reinstetten geht, dahingehend viel regulieren. Beide Teams müssen auf rotgesperrte Akteure verzichten.

Dass die starke Auswärtsserie des SV Reinstetten beim Tabellenführer gerissen ist, war nicht die ganz große Überraschung des letzten Spieltags. Das Ende einer anderen Serie, der immer noch anhaltende Heimfluch, wäre für das Schlusslicht gegen den SV Eberhardzell nun von weit größerer Bedeutung. Wie schwer es ist, bei gegen den Abstieg kämpfende Teams zu bestehen, mussten unfreiwillig die Zeller am Vorsonntag in Achstetten erfahren. Einen zweiten Lapsus dieser Art kann man sich nicht leisten. Beim SVE vermisst man die Tore von Stürmer Matthias Rehm, der mit einer Handverletzung gehandicapt ist.

Der SV Sulmetingen und der SV Baustetten duellieren sich bereits zum dritten Mal in dieser Saison. Weder im Pokal noch in der Vorrundenpartie gelang dem gastgebenden Dritten ein Sieg, der nun aber wohl zur Pflicht wird, um den Anschluss an den anvisierten Relegationsplatz nach oben zu halten. Rein tabellarisch betrachtet kann man auch den Gast noch zu den Anwärtern auf diesen Rang zählen, die vergangenen drei sieglosen Partien lassen jedoch eine Abwärtstendenz vermuten. Der Aufsteiger will die sehr gute Saison aber nicht abschenken, auswärts ist man seit November unbesiegt.

Guten, schönen und attraktiven Fußball zu spielen war und ist der Anspruch des SV Ringschnait. Zumindest im Derby gegen Ummendorf wurde der SVR dem nicht ganz gerecht, das ungeplante Remis war ein Rückschlag im Kampf um Platz zwei. Diesen hat man beim Fünften aber noch nicht abgehakt, gegen die SF Schwendi will man eine Aufholjagd einläuten. Für die auf Platz sieben positionierten Gäste geht es in der nun beginnenden Endphase der Saison nur noch um eine Verbesserung in der Tabelle. SF-Coach Stefan Wiest will sich mit seinem Team trotz aller Sympathie für den Heimatverein für die 3:4-Vorrundenniederlage revanchieren.

Olympia Laupheim II fehlt wohl noch ein Sieg, um dann weitgehend sorgenfrei ins Restprogramm der Saison gehen zu können. Den würde der Tabellenzehnte am liebsten gleich gegen den SV Dettingen einfahren. Die Heimbilanz gegen die Illertaler ist positiv, die Spielausgänge waren aber regelmäßig knapp. Die um zwei Plätze und sieben Punkte besser gestellten Gäste haben in den vergangenen drei Wochen den sportlichen Faden offensichtlich verloren. Aus vier Partien gab es nur einen Zähler. In Laupheim will man, auch im Hinblick auf das fünf Tage später folgende Derby gegen Kirchberg, dem Abwärtstrend entgegensteuern.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen