Der FV Biberach will sich gut präsentieren

Lesedauer: 5 Min

Der FV Biberach (vorn Dominik Felger) empfängt als krasser Außenseiter in der ersten Runde des WFV-Pokals den Oberligisten FV R
Der FV Biberach (vorn Dominik Felger) empfängt als krasser Außenseiter in der ersten Runde des WFV-Pokals den Oberligisten FV Ravensburg. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Der FV Biberach geht als krasser Außenseiter in die Partie gegen den Fußball-Oberligisten FV Ravensburg. Das Spiel in der ersten Runde des WFV-Pokals wird am Freitag um 19 Uhr im Biberacher Stadion angepfiffen. Bei beiden Mannschaften fallen wichtige Spieler aus.

Nach Wochen der Vorbereitung freuen sich beide Trainer auf dieses erste Pflichtspiel. „Das ist zu diesem Zeitpunkt schon ein echter Höhepunkt, wenn man gegen einen Oberligisten antreten darf“, sagt Biberachs Übungsleiter Dietmar Hatzing. Nicht das Ergebnis habe die erste Priorität, es gehe eher darum, sich den Fans gut zu präsentieren. „Wir wollen uns gut und teuer verkaufen und möglichst lange die Null halten.“ So setzt Hatzing auch auf eine defensive Taktik. „Klar ist, dass wir dem Gegner, der uns auch individuell überlegen sein wird, nur mit Kampf und Laufbereitschaft – vor allem in der Rückwärtsbewegung – begegnen können.“ Jeder Spieler müsse an seine Leistungsgrenze oder sogar noch darüber hinausgehen, dann könne was gehen.

Das weiß auch Ravensburgs Trainer Steffen Wohlfahrt: „Wir wollen gewinnen“, sagt er, gleichzeitig warnt er davor, die Partie als Selbstläufer zu sehen. der Kampf um die Stammplätze sei eine Woche vor Saisonstart noch nicht abgeschlossen. „Kein Spieler hat eine Stammplatzgarantie“, verdeutlicht Wohlfarth. Sicher verzichten muss er auf die verletzten Sebastian Mähr, Sebastian Reiner, Maximilian Hörger und Burhan Soyodogru. Weitere Spieler sind noch fraglich.

Gute Erinnerungen an Biberach hat der frühere Stürmer und jetzige Coach. Vor drei Jahren standen sich die beiden Vereine schon einmal im WFV-Pokal gegenüber. In der zweiten Runde behielt Ravensburg deutlich mit 8:2 die Oberhand. Wohlfahrt traf zum zwischenzeitlichen 3:0. Danach marschierten die Turmstädter durch den Pokal und holten sich auch den begehrten Pott im Finale gegen Bissingen. „Davon können wir noch nicht einmal träumen“, sagt Hatzing, „aber ein bisschen ärgern wollen wir die Ravensburger schon“.

Eine Klatsche verhindern

Seine Mannschaft sei auch angesichts dieses Ergebnisses vor drei Jahren voll motiviert. Einige Spieler kämen sogar früher aus dem Urlaub zurück wie Fabian Scheffold, Timo Heimpel oder die Diamant-Brüder. „Ein 2:8 wie vor drei Jahren soll es möglichst nicht geben, zumal die beiden Biberacher Treffer erst in der Schlussphase fielen“, so Hatzing, der damals noch nicht Coach des FV Biberach war.

Die Vorbereitung sei sehr gut gelaufen trotz des Fehlens einiger Spieler durch Urlaub. Auch die Partie am vergangenen Sonntag gegen den Verbandsligisten SSV Ehingen-Süd beim Federseepokal in Stafflangen habe ihm gut gefallen. „Da haben wir eine Stunde lang richtig gut gespielt und auch durch Tore von Kubilay Yesilöz und Andreas Wonschick 2:1 geführt.“ Erst in der Schlussphase habe sich dann die Cleverness der Kirchbierlinger durchgesetzt, die am Ende dann noch mit 5:2 gewannen. „Auch aus diesem Spiel haben wir wieder gelernt, dass wir einfach in bestimmten Situationen besser verteidigen müssen“, betont Hatzing.

Der Trainer sieht seine Mannschaft gewappnet für das Spiel gegen Ravensburg und beklagt auch nicht die verletzungsbedingten Ausfälle von Julius Grimm und vermutlich auch Yesilöz. Das nehme man an, schließlich habe der Verein auch einen 18-Mann-Kader, aus dem sich jeder zeigen will.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen