Der Aufsteiger beendet eine Erfolgssaison

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 Dietmar Hatzing beendet seine Mission als Trainer in Biberach mit dem Spiel gegen den Meister TSV Berg.
Dietmar Hatzing beendet seine Mission als Trainer in Biberach mit dem Spiel gegen den Meister TSV Berg. (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

Zum Abschluss der Saison in der Fußball-Landesliga empfängt der FV Biberach den Meister TSV Berg (Anstoß: Samstag, 15.30 Uhr). Noch hat der FVB theoretische Chancen, bei einem Sieg und gleichzeitigen Ausrutschern der Konkurrenz aus Friedrichshafen und Weiler auf den Relegationsplatz zu springen. Doch auch der aktuell vierte Platz ist für den Aufsteiger ein großer Erfolg.

„Das war vor der Saison nicht absehbar, dass wir so gut abschneiden“, freut sich Biberachs Vorstandsvorsitzender Heinz Remke über den überraschenden und erfreulichen Verlauf der Landesligasaison. Noch könne man auf die Verbandsliga hoffen, auch wenn diese eine sehr große Herausforderung für den Verein wäre. Aber die Relegation nicht zu spielen, käme natürlich nicht infrage. Realistisch müsse man aber dem VfB Friedrichshafen den Vortritt lassen und man freue sich auf eine sehr interessante kommende Saison in der Landesliga. „Mit Laupheim, Mietingen und Bad Schussenried kommen drei zusätzliche Vereine aus der Nähe dazu. Das freut uns sehr“, betont Remke. „Und vielleicht sogar auch noch Gutenzell.“ Insofern wäre die Landesliga kein Beinbruch. Klar ist, dass Trainer Dietmar Hatzing seine Mission in Biberach mit dem Spiel gegen Berg beendet. „Ich hatte hier zweieinhalb schöne Jahre, die auch sehr erfolgreich waren.“

Treske wird neuer Trainer

Hatzing wird nach eigenen Angaben mindestens ein Sabbatjahr einlegen. Sein Nachfolger – und das steht schon seit Monaten fest – wird Florian Treske. Der ehemalige Profi von Kickers Offenbach, der auch einige Jahre für den SSV Ulm 1846 gespielt hat, wurde in der Winterpause noch als Spieler verpflichtet mit der Option, Trainer zu werden. Mit der Ankündigung Hatzings im März, zum Saisonende aufhören zu wollen, sei dies schneller als erwartet auch Realität geworden. „Ich freue mich auf die Aufgabe“, erklärt Treske und fügt an: „Ich werde nur im Notfall noch als Spieler auf dem Platz stehen.“ Er habe in seiner Karriere sehr unterschiedliche Trainer gehabt, von denen er sehr viel gelernt habe, unter anderem auch von Markus Gisdol in seiner Ulmer Zeit. „Wir wollen schon nach vorn spielen und dem Gegner unser Spiel aufzwingen“, beschreibt Treske seine Spielidee. Armin Hertenberger wird neuer Co-Trainer. Vier Neuzugänge stehen bislang fest: Robin Biesinger und Raphael Geiger wechseln vom Verbandsliga-Absteiger FV Olympia Laupheim nach Biberach. Selim Altinsoy, der schon für den FV Biberach gespielt hat und dann aus beruflichen Gründen in den Raum Stuttgart gewechselt ist, kehrt an die Riß zurück. Zuletzt war Altinsoy beim FC Bad Dürrheim gemeldet. Dazu kommt Abwehrspieler Sebastian Odemer, der vom SV Maierhöfen-Grünenbach zum FVB wechselt. „Wir brauchen in allen Mannschaftsteilen noch Ergänzungen“, stellt Treske klar und verweist auf laufende Gespräche. Definitiv verlassen werden den FV Biberach mit Nico Steidle (TSV Ummendorf) und Stefan Bek (SV Ochsenhausen) bislang zwei Spieler. Offen ist noch, ob Simon Macht und Mario Protrka in der neuen Saison zur Verfügung stehen. Oliver Remke will aus beruflichen Gründen nur noch als Stand-by-Spieler fungieren. „Wir wollen mit dieser Mannschaft schon wieder oben mitspielen und zumindest mittelfristig an das Tor der Verbandsliga klopfen“, beschreiben Heinz Remke und Florian Treske übereinstimmend die Ziele des FV Biberach.

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