Dauerregen lässt Flüsse in der Region anschwellen

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 Auch die Rottum, hier ein Bild aus Ochsenhausen, führt deutlich mehr Wasser als noch am Sonntag.
Auch die Rottum, hier ein Bild aus Ochsenhausen, führt deutlich mehr Wasser als noch am Sonntag. (Foto: Tobias Rehm)
Digitalredakteur
Schwäbische Zeitung

Nach den anhaltenden Regenfällen steigen auch die Pegelstände der Flüsse und Bäche im Landkreis Biberach zum Teil drastisch an. Die Rot führt zum Beispiel fünfmal so viel Wasser wie am Sonntagmittag. Das geht aus einer Karte der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) Baden-Württemberg hervor.

Die Marke des zweijährlichen Hochwassers ist bei der Haslach bei Rot an der Rot übersprungen worden. Betrug der Pegel am Sonntag noch etwa 30 Zentimeter, lag dieser am Dienstagvormittag bei rund 80 Zentimetern.

Bei zweijährlichem Hochwasser sprechen die Behörden von einem kleinen Hochwasser, das alle zwei Jahre vorkommen kann und damit nichts Ungewöhnliches darstellt. 

Ebenfalls die zweijährliche Hochwasser-Marke hat die Rot bei Rot an der Rot gerissen. Der Pegelstand stieg von etwa 30 Zentimetern auf 1,50 Meter. Bei Achstetten, nördlich der Gemeinde auch Baierzer Rot genannt, lag der Pegel bei knapp 1,50 Meter (Sonntag: 52 Zentimeter).

Der Wasserstand der Rottum bei Goppertshofen (Teilort von Ochsenhausen) betrug am Dienstagvormittag etwa 1,13 Meter, womit ebenfalls die zweijährliche Hochwasser-Marke überschritten wurde. Bei Laupheim erreichte der Pegelstand der Rottum bislang einen Wert von knapp unter 1,50 Meter (Sonntag: 73 Zentimeter).

Die Dürnach bei Laupheim führte am Dienstagvormittag Wasser in Höhe von knapp 72 Zentimeter (Sonntag: 19 Zentimeter).

Der Trend zeigt auch bei der Umlach nach oben. Hierbei meldete die HVZ Baden-Württemberg einen Pegelstand von mehr als 1,30 Metern. Am Sonntag führte der Bach noch Wasser in Höhe von etwa 63 Zentimetern.

Die Riß bei Warthausen hatte am Dienstagvormittag einen Pegel von mehr als 1,30 Metern (Sonntag: 68 Zentimeter).

Für die Kanzach wurde ein Pegel von knapp 40 Zentimetern (Sonntag: 17 Zentimeter) gemeldet, für die Schwarzach bei Ertingen ein Pegel von 70 Zentimetern (Sonntag: 50 Zentimeter).

Die Flüsse im Kreis Biberach schwellen zwar überall an, aber eine konkrete Gefahr geht davon bislang nicht aus. „Im Moment haben wir keine Hochwasserlage“, erläuterte der Sprecher des Biberacher Landratsamt, Bernd Schwarzendorfer, auf Nachfrage von „Schwäbische.de“ am Dienstagmittag. Die Pegelstände würden aber weiterhin aufmerksam beobachtet.

Laut HVZ sanken in einigen Fällen die Pegelstände im Lauf des Dienstags wieder. „Bei uns im Landkreis Biberach gab es keine Einsatzlage“, erläuterte DRK-Geschäftsführer Michael Mutschler am Dienstagabend. Es sei den ganzen Tag über ruhig geblieben.

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