Das Führungsduo reist zu Aufsteigern

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 Der Tabellenführer SV Mietingen reist zum Aufsteiger TSV Ummendorf (hier Manuel Buschmann).
Der Tabellenführer SV Mietingen reist zum Aufsteiger TSV Ummendorf (hier Manuel Buschmann). (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der SV Ringschnait läutet mit seiner Heimpartie gegen Eberhardzell am Samstag, 3. November, um 14.30 Uhr den 15. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Riß ein. Am Sonntag, 4. November, reist Tabellenführer Mietingen zum Aufsteiger Ummendorf, Verfolger Gutenzell zum Vierten Baustetten. Der Tabellendritte Schwendi steht gegen Dettingen vor einer anspruchsvollen Aufgabe, der TSV Kirchberg will gegen die TSG Achstetten endlich wieder siegen. Anstoß ist bei allen Partien um 14.30 Uhr.

Partien zwischen dem SV Ringschnait und dem SV Eberhardzell hatten in der Vergangenheit größten Unterhaltungswert. In den letzten sechs Vergleichen gab es 34 Treffer für die Fans beider Lager zu bejubeln. Den Gastgebern steht in der nun anstehenden Partie der Sinn weniger nach guter Unterhaltung, sondern nach einem Ende der Serie von drei Partien ohne Punkte. Voll gepunktet hat dagegen der SVE bei seinen letzten beiden Auftritten, mit einem weiteren Sieg hätte man den einen Platz besser positionierten SVR in der Tabelle überrundet. In Ringschnait gab es für die Zeller bisher aber erst ein Remis und das endete, wenig verwunderlich, mit einem torreichen 3:3.

Vielbemühte Aussagen, wonach ein Kellerkind gegen ein Topteam nichts zu verlieren hat, lässt man beim TSV Ummendorf in der Partie gegen den SV Mietingen nicht gelten. Der TSV kann in diesem Jahr noch drei Mal auf eigenem Platz antreten, schon gegen den Spitzenreiter will man alles Verfügbare in die Waagschale werfen. Mit welchem Erfolg entscheidet dann der Ligaprimus, der auf Rehabilitation für die zurückliegende 0:4-Niederlage brennt, wohl weitgehend selbst. Alles andere als einen Sieg kann die Voltenauer-Truppe jetzt nicht gebrauchen, in den restlichen Partien des Jahres geht es nur noch gegen Teams aus der oberen Tabellenregion.

Personelle Vorgeschichte

Die Partie zwischen dem FV Olympia Laupheim II und dem SV Reinstetten bezieht ihre Brisanz auch aus der personellen Vorgeschichte. Mit Isaak und Konstantinos Athanasiadis sowie Halit Baykara kehrten vor der Saison drei langjährige SVR-Leistungsträger nach Laupheim zurück. Der Tabellenelfte plant gegen das Schlusslicht den sechsten Sieg. Für die Gäste, bei denen das letzte Spiel jetzt drei Wochen zurückliegt, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen der fehlende Spielrhythmus hat. Damit will sich Interimstrainer Stefan Riedmüller aber nicht beschäftigen, die Rechnung für dieses und die weiteren Spiele ist Grundschul-Mathematik: Es helfen nur Dreier weiter.

Der Zwölfte, der TSV Kirchberg, hat vier Niederlagen weniger auf seinem Konto als die einen Platz dahinter stehende TSG Achstetten, aber nur zwei Punkte mehr als der Aufsteiger. Seit gut zwei Monaten rennen die Blau-Weißen schon dem zweiten Heimsieg nach, der jetzt nach den eigenen Vorstellungen aber fällig ist. Die 1:5-Pleite im Pokal in Achstetten blendet man aus. Eben in dieser Partie bot die TSG einen jener Auftritte, die man sich im Verlauf der Vorrunde viel öfter gewünscht hätte. Im Illertal heißt die Devise „verlieren verboten“, im Falle eines Siegs verweist man den TSV auf den selbst fünf Wochen lang belegten drittletzten Platz.

Zwei Wochen nach dem starken 4:0 gegen Mietingen hat der SV Sulmetingen nun dessen Ortsteilrivalen SV Baltringen zu Gast. Beim Tabellenfünften richtet man sich trotz der überzeugenden letzten Vorstellung auf eine schwere Partie ein, dem Gast gelang es als einem von bisher drei Teams, den Tabellenführer in Schach zu halten. Diese Form bringt der SVB aber zum Leidwesen von Trainer David Freudenmann zu unregelmäßig auf den Platz. Mit seiner Truppe will der aber nun bei Sulmetingen eine offene persönliche Rechnung begleichen: Ende Mai verlor der damalige Trainer von Schemmerhofen im Pokalfinale gegen den SVS knapp.

Seit dem fünften Spieltag halten sich die SF Schwendi permanent im ersten Tabellendrittel auf, der derzeitige dritte Platz spiegelt in etwa auch das Leistungsniveau der Wiest-Truppe wider. Im ersten von zwei nun anstehenden Heimspielen steht der SV Dettingen vor der Tür, gegen den man in der Vorsaison beide Partien verlor. Die Gäste bringen eine Serie von vier ungeschlagenen Spielen mit und visieren trotz eines anspruchsvollen Restprogramms vor der Winterpause noch eine Verbesserung in der Tabelle an. Im Pokal gibt es diese Partie noch in der gleichen Konstellation, in der Ligapartie könnten Kleinigkeiten über den Ausgang entscheiden.

Richtig eng könnte auch die Partie zwischen dem Tabellenvierten SV Baustetten und dem Zweiten VfB Gutenzell werden. Die Gastgeber sind, was die Effizienz angeht, in der Liga ganz vorn: 18 Treffer brachten 23 Punkte ein. Trotzdem wünscht sich Spielertrainer Christian Endler, der wohl nicht einsatzfähig ist, vorn mehr Durchschlagskraft. Damit hatte der VfB, der 13 der möglichen 15 Punkte in den letzten fünf Partien einfuhr, in jüngster Zeit keine Probleme. Die Truppe um „Gonzo“ Riedmüller weist die beste Auswärtsbilanz vor, mit dem Mindestziel Remis wäre der zweite Platz verteidigt. Da man einen guten Lauf hat, wäre auch der neunte Saisonsieg keine Überraschung.

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