Christkindles-Markt: Stadt prüft Gema-Forderung

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Der Biberacher Christkindles-Markt findet vom 2. bis 17. Dezember 2017 statt.
Der Biberacher Christkindles-Markt findet vom 2. bis 17. Dezember 2017 statt. (Foto: Gerd Mägerle)

Bis zum Beginn des Biberacher Christkindles-Markts dauert es zwar noch viereinhalb Monate, hinter den Kulissen laufen aber bereits die Vorbereitungen. Außerdem gibt es noch Debatten über eine offene Rechnung vom Markt 2016.

Rund 8500 Euro verlangt die Gema an Gebühr für die während der Marktzeit im Vorjahr gespielten tantiemenpflichtigen Musikstücke. Das sind satte 7000 Euro mehr als noch 2015. Dieser Betrag werde von der Stadtverwaltung derzeit nicht akzeptiert und rechtlich geprüft, sagte Baubürgermeister Christian Kuhlmann, der interimsweise für die Organisation des Christkindles-Markts verantwortlich zeichnet, nachdem der bisherige Organisator Siegfried Brugger in Ruhestand gegangen ist. Es gebe offenbar unterschiedliche Sichtweisen von Gema und Stadtverwaltung, wie viel Fläche mit gebührenpflichtiger Musik beschallt wird.

Sollte die Gema-Forderung berechtigt sein, würde sich der Zuschussbedarf der Stadt für den Christkindles-Markt nochmals erhöhen. Er liegt derzeit bei knapp 92 000 Euro, geplant waren eigentlich nur 80 000 Euro. Die Überschreitungen hätten mit höheren Kosten für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit zu tun, sagte Kuhlmann. Für den kommenden Christkindles-Markt, der vom 2. bis 17. Dezember stattfindet, sind 100 000 Euro eingeplant. Finanziell unterstützt wird der Markt wieder von Werbegemeinschaft, Kreissparkasse, Volksbank Ulm-Biberach sowie der Ewa Riss.

In diesem Jahr wird es erstmals an den Freitag- und Samstagabenden verlängerte Öffnungszeiten bis 21 Uhr geben. Das ist für die kommenden zwei bis drei Jahre probeweise geplant. Die neuen Öffnungszeiten lägen seiner Fraktion etwas im Magen, sagte Peter Schmid (Grüne). Er befürchtet dadurch Nachteile für die örtliche Gastronomie und auch, dass einige Marktbeschicker die verlängerten Zeiten nicht akzeptieren.

Dem widersprach der Baubürgermeister: Die neuen Öffnungszeiten seien den Händlern mit der Ausschreibung kommuniziert worden. „Und wir haben mehr Bewerbungen erhalten als wie Standplätze anbieten können“, so Kuhlmann, „wir werden wieder einen Markt mit guter Qualität bekommen.“ Johannes Walter (CDU) meinte, man solle dem Wunsch vieler junger Leute nachkommen und die verlängerten Öffnungszeiten jetzt ausprobieren.

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