BUND bittet Bevölkerung um Mithilfe

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Schwäbische Zeitung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Biberach (BUND) hat es sich erneut zur Aufgabe gemacht, das Springkraut rund um Biberach zu entfernen. Die Stadt Biberach unterstützt die Aktion.

Mehrere Helfer aus der Biberacher Bevölkerung beteiligten sich aktiv daran, im Wolfental und am Radweg bei der Südbahn das Springkraut an einigen Stellen zu entfernen. Wie erfolgreich das Entfernen der Pflanzen sein kann, zeigt das Engagement eines Anwohners im Schlierenbachtal. Er entfernt die Pflanzen seit drei Jahren von Mai bis August regelmäßig im unteren Schlierenbachtal. Heute ist dieser Teil unserer Heimat fast frei von Springkraut.

Die Pflanze ist ein Neophyt, sieht wunderschön aus und war von Imkern als Bienenweide sehr beliebt. Aber sie sei leider auch sehr erfolgreich im Verdrängen von einheimischen Arten und stehe deshalb EU-weit auf der Schwarzen Liste, erklärt der BUND in einer Pressemitteilung.

Die Pflanze hat sich inzwischen im Landkreis so weit ausgebreitet, dass es mit ein paar Helfern nicht mehr getan ist. Deshalb bittet der BUND die Bevölkerung um Mithilfe auch im nächsten Jahr. Sportvereine, Wandergruppen und andere Vereine oder Jugendgruppen könnten einen Tag im Jahr den Springkrautbestand auf ihren eigenen gemeindlichen Flächen entfernen. Aber natürlich alles in Absprache mit der eigenen Gemeinde. Vielleicht springt ja dann auch das eine oder andere Vesper dabei heraus. Außerdem muss die Gemeinde für den Abtransport des Springkrauts sorgen. Vorzugsweise sollte an Fließgewässern begonnen werden, da die Gemeinschaft eine Verantwortung gegenüber den Menschen hat, die unterhalb eines Gewässers wohnen und die ungewollt die Samen des Springkrautes abbekommen.

Allerdings sollte das Springkraut an den gleichen Flächen mehrere Jahre hintereinander entfernt werden. Ist der Springkrautbestand nach drei bis vier Jahren dezimiert, entwickelt sich von allein wieder eine natürliche Artenvielfalt, in der Insekten wieder genügend Nahrung und Lebensraum finden. An vielen Bächen könnten auf dem Uferrandstreifen, der innerhalb der Gemeinden fünf Meter und außerhalb zehn Meter beträgt, Blühstreifen angelegt werden. Ein gutes Beispiel dafür wären die Blühstreifen entlang des Wolfentalbaches in Biberach.

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