Brisantes Gemeindeduell steigt in Baltringen

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 Im Gemeindeduell fordert Baltringen den SV Mietingen (rechts Christian Glaser, hier im Zweikampf mit Schwendis Benjamin Friedr
Im Gemeindeduell fordert Baltringen den SV Mietingen (rechts Christian Glaser, hier im Zweikampf mit Schwendis Benjamin Friedrich) heraus. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Das noch punktlose Schlusslicht Reinstetten läutet mit dem Derby gegen Gutenzell am Samstag um 17 Uhr den siebten Spieltag in der Fußball-Bezirksliga Riß ein. Im mit Spannung erwarteten Gemeindeduell fordert am Sonntag Baltringen den SV Mietingen heraus. Ringschnait hat in Sulmetingen eine harte Nuss zu knacken, Laupheim II hat um 17 Uhr Schwendi zu Gast. Anpfiff ist bei allen anderen Partien um 15 Uhr.

Schlusslicht SV Reinstetten gibt von Spiel zu Spiel neue Rätsel auf, auch eine 2:0-Führung genügte vor Wochenfrist in Baustetten nicht für Bewegung auf dem Punktekonto. Die braucht der SVR nach sechs punktlosen Partien gegen den VfB Gutenzell aber dringendst, um den Anschluss ans hintere Tabellenmittelfeld nicht komplett zu verlieren. Diese Zone beäugt der VfB derzeit relativ entspannt von Platz sechs aus, ein Freibrief für einen Derbysieg ist dies aber längst nicht. VfB-Trainer Günter Riedmüller wird seine Truppe auf das Spiel bei seinem Heimatverein entsprechend einstellen. Eine unliebsame Überraschung wie beim Aus im Pokal in Erlenmoos möchte er selbst und auch die Akteure sich ersparen.

Nach der zweiwöchigen Kunstpause greift der SV Sulmetingen mit einer sehr anspruchsvollen Heimpartie gegen den Tabellenführer SV Ringschnait wieder ins Geschehen ein. Der mit einem Spiel in Rückstand liegende SVS kann die vier Punkte Abstand zum Ligaprimus mit einem Sieg auf einen Zähler minimieren und dann wieder ins erste Tabellenviertel vorrücken. Dass es sich von ganz oben nicht immer problemlos spielt, musste sich zuletzt der Spitzenreiter eingestehen. Wenn in der Endabrechnung Zähler fehlen, dürfte auch die Partie gegen Kirchberg auf dem Prüfstand stehen. Die Partie in Sulmetingen hat jedoch einen anderen Charakter, der SVR macht wohl das, was er besonders gut kann – gnadenlos kontern.

Heimstärke soll Ausschlag geben

Unerwartete Punkte sind immer noch die schönsten. Beim TSV Kirchberg freute man sich Wochenfrist über das Remis in Ringschnait, ganz von ungefähr kam das aber nicht. Der TSV bewies große Moral und hatte dann auch das nötige Quantum Glück. In der Partie gegen den TSV Ummendorf soll dann weniger Fortuna, sondern die schon oft bewiesene Heimstärke den Ausschlag geben. Beim Aufsteiger dagegen sucht man nach wie vor nach der richtigen Mischung zwischen erfolgreichem Offensivspiel und guter Abwehrarbeit. Letzteres ist beim TSV der wunde Punkt, was sich auch in bereits 20 Gegentreffern abzeichnet. Eine kurzfristige Verbesserung erhöht wohl die Chancen auf Zählbares.

Bei der seit drei Partien punktlosen und unter der Woche im Pokal fast desaströs auftretenden TSG Achstetten schüttelt man ungläubig die Köpfe. Die oft sehr hoch stehende TSG-Abwehr kassierte in diesem Zeitfenster 14 Gegentreffer, die hochgelobte Offensivreihe bringt ihr Potenzial nicht auf den Platz. Nun steht im Sumpfbiber-Stadion der SV Dettingen auf der Matte, bei dem die Formkurve nach zwei Siegen in Folge genau in die andere Richtung ausschlägt. Noch befindet sich der SVD im Mittelfeld, die Marschroute für die sechste Saisonpartie ist aber klar: Bei der nicht vor Selbstbewusstsein strotzenden TSG den vierten Saisonsieg einzufahren.

Trainer David Freudenmann vom SV Baltringen ist derzeit nicht zu beneiden. Neben unglücklichen Punktverlusten in der Nachspielzeit und Sperren leistete sich der SVB unter der Woche auch noch Abwehrfehler, die Schwendi bitter bestrafte. Im Gemeindeduell gegen den SV Mietingen ist wenigstens der in dieser Partie schmerzlich vermisste Kapitän Heiko Bauer wieder an Bord. Die Gäste kletterten bereits am vergangenen Dienstag planmäßig auf Platz zwei und hatten somit einen Tag mehr zur Erholung. Auch wenn die Derbybilanz gegen den SVB bisher ausgeglichen ist, sind die Gäste Favorit.

Der Tabellenfünfte FV Olympia Laupheim II liegt in Lauerstellung zu den Spitzenteams, zu denen man sich in absehbarer Zeit selbst gern zählen möchte. Signale in diese Richtung sendete man am vergangenen Spieltag, als es mit einem personell stark besetzten Team einen überzeugenden 4:1-Auswärtssieg gab. Ob diese Formation gegen die SF Schwendi nochmals aufläuft, ist offen. Wenig offen ließen dagegen zuletzt die SF, die mit vier Siegen im Gepäck anreisen und zwischenzeitlich auf Platz drei gelandet sind. Den will man nun mit den zuletzt angeboten Qualitäten wie schnelles Umschaltspiel und guten Torabschlüssen verteidigen.

Punktlose Auswärtsauftritte konnte der SV Steinhausen in den letzten Wochen immer mit darauffolgenden Heimsiegen ausbügeln. Dieses Modell soll nun auch im Heimspiel gegen den starken Aufsteiger SV Baustetten greifen. Im ersten Punktspielvergleich mit dem SVB sollten sich die Rottumtaler aber auf einen zähen, schwer bespielbaren Gegner einstellen. Zu spüren bekamen dies schon Mietingen, Baltringen, Achstetten und zuletzt Reinstetten. Vier Siege, die nach sechs Spieltagen die Qualität des Aufsteigers mit Platz vier auch tabellarisch ablichten. Vor dem in einer Woche anstehenden Derby gegen Laupheim II will man auswärts zum zweiten Mal punkten.

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