Bloy mit Problemen auf Sand

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 Paul Bloy vom AMC Biberach
Paul Bloy vom AMC Biberach (Foto: Privat)
Schwäbische Zeitung

Im Baden-Württemberg-Cup fährt Motocrosser Paul Bloy vom AMC Biberach die Konkurrenz in Grund und Boden. Im international stark besetzten ADAC-Junior-Cup kommt der 16-Jährige nicht wie gewünscht in die Gänge: Vergangenes Wochenende erreichte er in Mölln lediglich Gesamtrang 30.

Die ungewohnten Sandstrecken Norddeutschlands bereiteten seinem Sohn einfach Probleme, so Vater und Betreuer Martin Branz nach enttäuschendem Rennwochenende: „Das wird auf internationalem Spitzenniveau extrem bestraft.“ In beiden Wertungsläufen hatte Bloy mit seiner 125er KTM große Schwierigkeiten mit der teils sehr weichen, kräftezehrenden Strecke.

Zudem verlangte die brütende Hitze den Fahrern alles ab. „So fertig habe ich ihn noch nie gesehen“, stellte Branz nach dem ersten Wertungslauf fest, den „P-Boy 252“ auf Position 24 beendet hatte. Im zweiten Lauf wurde er 25., nachdem er nach verpatztem Start noch am Ende des 46er-Feldes in die erste Kurve gegangen war. So ist Bloy aktuell im ADAC-Junior-Cup nur Mittelmaß.

Bestens läuft es dagegen in der Regionalserie, dem Baden-Württemberg-Cup. Auf hartem Terrain hat er zuletzt die Läufe in Schefflenz und Schopfheim überlegen gewonnen und führt die Serie nach fünf Rennen mit Maximalpunktzahl an.

„Das Biberacher Schützenfest jedenfalls fällt kurz aus für mich“, blickt der frischgebackene Realschulabsolvent nach vorn. Am ersten Wochenende startet er in der Regionalserie in Schweighausen (Schwarzwald), an Bauernschützen ist der nächste Lauf des ADAC-Junior-Cups. Ob der Knoten da platzt? Zweifelhaft, denn in Tenberg in Schleswig-Holstein sei der Sand noch tiefer. Den Kopf steckt er deshalb nicht in selbigen und ergänzt keck: „Ich bin halt kein Sandmann!“

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