Biberacher Wanderer erklimmen die Pyrenäen

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 Die zwölfköpfige Wandergruppe des Deutschen Alpenvereins erklomm im Juni die Gipfel der Pyrenäen.
Die zwölfköpfige Wandergruppe des Deutschen Alpenvereins erklomm im Juni die Gipfel der Pyrenäen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die Sektion Biberach des Deutschen Alpenvereins (DAV) ist mit insgesamt zwölf Teilnehmern in die Pyrenäen gereist. Die zwölftägige Wanderreise führte die Gruppe durch Andorra und in einen Teil Spaniens. Die Wanderer erlebten dabei wunderschöne Orten und Naturschauspiele.

Gleich am ersten Tag der Tour wurde der Circ de Tristaina der Pic de Tristaina in Andorra, mit einer Höhe von 2876 Metern bestiegen. Der herausragende Aussichtsberg ermöglichte einen Blick auf das Panorama der südwestlichen Pyrenäen. Der nächste Tag brachte Erholung. Auf dem Abstieg von einer Hochebene, wurden verschiedene große Seen bei mehr als 30 Grad zum Baden genutzt. Der Pic de Casamanya im Zentrum Andorras war das Ziel des dritten Tourentags. Auf dem Gipfel bei knapp 2800 Metern hatte die Gruppe einen atemberaubenden Blick auf den Kleinstaat. Nach einem eher erholsamen Tag, wurde der letzte Tag in Andorra nochmals richtig anstrengend. Über zwei Seen ging es in recht unwegsames Gelände, zuletzt im Schwierigkeitsgrad II bis auf den Coll de Noe‘ mit 2710 Metern. Der angestrebte Gipfel konnte wegen Zeitüberschreitung nicht mehr erklommen werden. Die Zeit in dem kleinen Land war nun vorbei und der Wechsel in die spanischen Pyrenäen stand an.

Vom spanischen Torla standen Schluchtenwanderungen auf dem Plan. Das erste Ziel war der Canon de Anisclo. Der sehr stark eingeschnittene Canyon wird vom Rio Bellos durchflossen und bot den Wanderern neben einer eindrucksvollen Pflanzenwelt und imposanten Wasserfällen auch einige Nistplätze von Geiern. Die Königsetappe mit einer Länge von 23 Kilometern, stand am achten Tourentag an. Mit fast 1200 Höhenmetern wurde der Weg über die Faja de Pelay zur Herausforderung. Fajas sind Höhenwege durch fast senkrechte Felswände, die auf natürlichen Felsbändern angelegt sind. Der Rückweg erfolgte durch das bekannte Valle de Ordesa mit seinen Wasserfällen und den bis zu 1400 Meter hohen Seitenwänden. Nach den Strapazen folgte wieder ein ruhiger Tag, der der Wanderschaft zeit ließ, die Schönheiten des Valle de Rio Ara zu genießen.

Beeindruckendes Naturspektakel

Eine ganz andere Welt eröffnete sich am letzten Tourentag: pralle Sonne in einem Karstgebiet mit völlig neuer Pflanzenwelt. Der Anstieg führte die Gruppe über einen breiten Bergrücken sehr gleichmäßig bis auf 1958 Meter Höhe. Hier wartete dann eine Überraschung. An den bis zu 1000 Meter abfallenden Steilhängen des Canon Ansiclo bot sich ein faszinierendes Naturschauspiel. Bis zu 14 Geier veranstalteten eine 20-minütige Flugschau, unter der Gruppe, auf gleicher Höhe und kurz darauf über 1000 Meter über den staunenden Zuschauern. Ein beeindruckender Abschluss der mehrtägigen Wanderreise in den Pyrenäen.

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