Biberacher Oberbürgermeister wirbt für Organspendeausweis

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 Wer das Biberacher Bürgeramt besucht, wird künftig von den städtischen Mitarbeitern auf die Organspende aufmerksam gemacht.
Wer das Biberacher Bürgeramt besucht, wird künftig von den städtischen Mitarbeitern auf die Organspende aufmerksam gemacht. (Foto: dpa/Symbol)
Schwäbische Zeitung

Organspender sein – ja oder nein? Die Stadt Biberach will erreichen, dass sich mehr Menschen als bisher mit dieser Frage beschäftigen und sie für sich beantworten. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt hervor. Um das zu erreichen, geht die Stadtverwaltung aktiv auf die Bürger zu.

Im Bürgeramt gibt es künftig einen Spenderausweisvordruck. Der liegt nicht nur aus, sondern er wird von den Angestellten aktiv angeboten. Laut Stadtverwaltung ist das Bürgeramt die städtischen Einrichtung mit den meisten Kontakten zu der Bevölkerung quer durch alle Bevölkerungsschichten.

Ich freue mich darüber, wenn sich möglichst viele dazu entschließen könnten, einen Organspendeausweis auszufüllen. OB Zeidler

Wer also künftig im Bürgeramt alltägliche Dinge erledigt, wie etwa die Beantragung eines Ausweises oder Reisepasses, wird auf die Organspende aufmerksam gemacht.

OB ist selbst Organspender

Oberbürgermeister Norbert Zeidler steht laut Mitteilung voll und ganz hinter der Aktion. Er ist selbst Organspender. „Jeder kann betroffen sein, als Spender oder Empfänger“, sagt Biberachs Stadtoberhaupt, „aus diesem Grund habe ich mich für einen Organspendeausweis entschieden.“

 Norbert Zeidler ist Oberbürgermeister der Stadt Biberach.
Norbert Zeidler ist Oberbürgermeister der Stadt Biberach. (Foto: Gerd Mägerle)

Eine Organ- oder Gewebetransplantation könne kranken Menschen die Chance auf ein neues oder besseres Leben eröffnen. Zwar denke niemand gerne daran, eines Tages mit dem Ernstfall konfrontiert zu werden.

Selbstbestimmte Entscheidung treffen

Der eine Fall ist, dass man selbst ein Organ oder ein Gewebe benötigt, der andere, dass ein Angehöriger entscheiden muss, was mit den eigenen Organen im Todesfall geschehen soll – eine Entscheidung, die man aus Sicht Zeidlers besser zu Lebzeiten regelt.

Zeidler bittet darum, sich das Informationsmaterial durchzusehen, zu reflektieren und eine eigene, selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. „Ich freue mich darüber, wenn sich möglichst viele dazu entschließen könnten, einen Organspendeausweis auszufüllen.“

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