Biberach zeigt wieder Flagge für Tibet

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Schwäbische Zeitung

Zum Jahrestag des tibetischen Volksaufstands gegen die chinesischen Besatzer zeigt Biberach wieder Flagge. Um auf die gewaltsame Unterdrückung der Tibeter und die Besetzung des Landes durch China hinzuweisen, hisst die Stadt daher am Rathaus am 10. März die tibetische Nationalflagge.

Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der „Volksbefreiungsarmee“ in der Hauptstadt Lhasa gegen die Invasoren erhoben. Seither herrschen Willkür, Folter sowie politische, religiöse und kulturelle Unterdrückung. Mehr als eine Million Tibeter verloren infolge der chinesischen Militärherrschaft durch Hunger, Hinrichtung, Folter, Terror und Selbstmord ihr Leben.

Der von den Exil-Tibetern gewählte Premierminister der tibetischen Exilregierung Dr. Lobsang Sangay rief Ende Januar die Staatengemeinschaft dazu auf, Solidarität mit dem tibetischen Volk zu zeigen und die Forderung zu unterstützen, dass China einer internationalen Untersuchungskommission und den Medien Zugang zum abgeschotteten Land gestattet.

Das Hissen der tibetischen Flagge – in Tibet verboten – ist ein Signal gegen Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur. Und es ist eine Aufforderung an Peking, seine Tibetpolitik zu überdenken. Die Tibet-Initiative Deutschland ruft seit 1996 deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise dazu auf. Hunderte Kommunen beteiligen sich mittlerweile daran, Biberach seit 1999.

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