Biberach zeigt Flagge für Tibet

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Schwäbische Zeitung

Am 10. März ist der 59. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes gegen die chinesischen Besatzer. Um auf die gewaltsame Unterdrückung der Tibeter hinzuweisen, hisst die Stadt Biberach daher am Rathaus die tibetische Nationalflagge. Biberach zeigt auf diese Weise seit 1999 Flagge für das von China besetzte Land im Himalaja.

Am 10. März 1959 hatte sich das tibetische Volk zehn Jahre nach dem Einmarsch der „Volksbefreiungsarmee“ in der Hauptstadt Lhasa gegen die Invasoren erhoben. Seither herrschen Willkür, Folter sowie politische, religiöse und kulturelle Unterdrückung. Der von den Exil-Tibetern demokratisch gewählte Premierminister der tibetischen Exilregierung, Dr. Lobsang Sangay, hat Ende Januar die Staatengemeinschaft aufgerufen, Solidarität mit dem tibetischen Volk zu zeigen und die Forderung zu unterstützen, dass China einer unabhängigen internationalen Untersuchungskommission und den Medien Zugang zum abgeschotteten Land gestattet. Demonstrationen am 23. und 24. Januar wurden mit Waffengewalt niedergeschlagen. Peking verlegte weitere Truppen und Sicherheitskräfte in die Regionen. Die Telefon-, Handy- und Internetverbindungen sind gekappt, auf den Überlandstraßen wurden Kontrollen eingerichtet. Ganz Tibet ist für Ausländer gesperrt.Das Hissen der tibetischen Flagge ist ein klares Signal gegen Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der tibetischen Kultur. Es stärkt die Position der Tibeter in der internationalen Gemeinschaft und zeigt China, dass die Tibetfrage nicht totgeschwiegen werden kann. Es ist eine Aufforderung an die Adresse Pekings, seine Tibetpolitik ernsthaft zu überdenken.

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