Biberach will keine weiteren kostenlosen Parkplätze für Firmenmitarbeiter anbieten

Lesedauer: 5 Min
Es bleibt auch in Zukunft bei den kostenlosen Parkplätzen auf dem Gigelberg. Eine Ausweitung des Angebots plant die Stadt nicht.
Es bleibt auch in Zukunft bei den kostenlosen Parkplätzen auf dem Gigelberg. Eine Ausweitung des Angebots plant die Stadt nicht. (Foto: Simon Ruf)
Redaktionsleiter

Die Stadt Biberach wird Mitarbeitern, die in Betrieben in der Innenstadt beschäftigt sind, auch künftig keine weiteren kostenlosen Parkplätze anbieten als die auf dem Festplatz Gigelberg. Das teilte Baubürgermeister Christian Kuhlmann auf eine Nachfrage der SZ mit.

Neu aufgekommen ist dieses Thema in den vergangenen Wochen, als Werbegemeinschaftsvorsitzender Gustav Eisinger bei der Hauptversammlung anregte, die Stadt möge über weitere kostenlose Parkplätze für Mitarbeiter nachdenken, die in den Biberacher Einzelhandelsgeschäften arbeiten. „Ich glaube, dass das ein Punkt ist, der für unsere Mitarbeiter interessant wäre und der uns auch helfen würde, neue Mitarbeiter zu gewinnen“, so Eisinger vor rund zwei Wochen.

Hochschule lässt Parkplatz überwachen

Zwischenzeitlich hat die Hochschule Biberach (HBC) angekündigt, dass sie ihre Parkplätze, unter anderem am Campus in der Innenstadt sowie am Studentenwohnheim in der Kapuzinerstraße, ab Mitte März durch einen privaten Dienstleister überwachen lassen wird. Autofahrer, die ihr Fahrzeug dort ohne Parkberechtigung der Hochschule abstellen, müssen mit einer Strafzahlung von bis zu 40 Euro rechnen.

Nun ist es in der Stadt längst ein offenes Geheimnis, dass die Hochschulparkplätze, weil bislang nicht überwacht, auch von vielen Beschäftigten genutzt wurden, um dort ihr Fahrzeug während der Arbeitszeit kostenlos abzustellen. Ein Verhalten, dass sich manch einer künftig wohl gut überlegen wird, wenn er nicht zur Kasse gebeten werden möchte.

Bleibt als Alternative der Festplatz Gigelberg: Dort können Autofahrer kostenlos parken, sofern der Platz nicht für das Schützenfest oder andere Veranstaltungen belegt ist. Das tun auch viele, allerdings scheut mancher den abendlichen Fußmarsch hinauf auf den Berg, und auch nicht jeder Frau will vor allem in der dunklen Jahreszeit diese Wegstrecke zurücklegen. Wer das nicht möchte, muss sein Auto in einer der Tiefgaragen (Stadthalle, Viehmarkt) oder im Parkhaus Ulmer Tor abstellen, Tageshöchstsatz fünf Euro.

Parkhaus am Bahnhof geplant

An dieser Situation wird sich auf absehbare Zeit auch nichts ändern, sagt Baubürgermeister Christian Kuhlmann. „Wir verweisen natürlich auf den Gigelberg als kostenlosen Parkplatz.“ Geplant sei, mittelfristig im Bahnhofsumfeld ein weiteres Parkhaus zu bauen. „Dort gibt es sicherlich die Möglichkeit für Berufspendler, ihr Auto abzustellen, allerdings gegen eine Gebühr. Es ist dann Sache des jeweiligen Arbeitgebers, ob er seinem Mitarbeiter dafür einen Zuschuss bezahlen oder die Parkgebühren komplett übernehmen will.“ Für Arbeitnehmer aus der Stadt biete sich inzwischen der Umstieg auf den Stadtbus an. Durch die neue Taktung und die neuen Tarife, darunter ein Jobticket, sei der ÖPNV durchaus attraktiv.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen