Biberach singt und tanzt bis in die Nacht

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Schwäbische Zeitung
Marius Funk

Sie ist und bleibt ein Publikumsmagnet: Die 24. Auflage der Biberacher Musiknacht hat am Freitagabend über 2500 begeisterte Zuhörer in die Lokalitäten der Biberacher Innenstadt gelockt. Das Musikprogramm entpuppte sich als hochwertig und abwechslungsreich, die Mischung vieler Stilrichtungen fand generationsübergreifend Anklang. Die rund 20 Bands animierten bis nach Mitternacht die prall gefüllten Lokalitäten zum Mitsingen und Mittanzen, im Abdera klang die Veranstaltung bei der Aftershowparty aus.

„Ich habe von allen Seiten positive Rückmeldungen erhalten. Mich persönlich hat sehr gefreut, dass das Publikum noch mal jünger geworden ist und auch viele junge Erwachsene bei der Musiknacht dabei waren“, sagte Organisationsteam-Pressesprecher Hans-Bernd Sick nach der Veranstaltung. Die Mitglieder und Helfer des Vereins Biberacher Musiknacht kommen auf rund 2500 Zuhörer, was laut Sick eine gute Zahl ist.

Bands sind zufrieden

Auch die Resonanz der rund 20 Bands ist durchwegs positiv. „Gerade gegen Ende war die Stimmung echt cool, wir werden die Musiknacht positiv in Erinnerung behalten“, sagte Malaka-Hostel-Frontmann Viktor Myron. Im Abdera brachte die Freiburger Band mit einem Mix aus Balkan-Ska, Folk und verschiedensprachigen Texten die Menge zum Tanzen. In der Stadthalle luden die Country-Rocker der Why Not Band mit Klassikern wie Johnny Cashs „Ring of Fire“ zum Line-Dance ein, zahlreiche Gruppen folgten mit Westernhut auf die Tanzfläche.

„Ich denke die Qualität der Musik war sehr gut, wir haben bei der Akquise auf einen ausgewogenen Mix regionaler und überregionaler Band geachtet“, erklärt Hans-Bernd Sick. Die weiteste Anreise hatte wohl die Bluesformation „Climax Blue Note“ aus der italienischen Partnerstadt Asti. Die vier Musiker wurden von Gitarrist Stephan Leitritz (Blue MonX, R.E.D. Gang) verstärkt, der in Staibs Brotbar abwechselnd mit dem Keyboard Bluesimprovisationen zauberte. Dass Musik aber auch ganz simpel sein kann, demonstrierte das Trio Hot Spot im Lava-Café. Bassist Eugen Ruedel verrät: „Einer fängt das Lied an und dann geht es los – ganz spontan“. Der Maselheimer Musikant brannte mit den Gratz-Brüdern Martin und Andreas (Cold Turkey) ein regelrechtes Feuerwerk an Stimmungshits von Rocklegenden wie Deep Purple, Status Quo oder Led Zeppelin ab. „Uns hat es super gefallen, wir haben fast keine Zeit für eine Pause gefunden“, sagt Ruedel.

Die sechs Ulmer Hardrocker von „Gnatbite“ rissen im prall gefüllten Tweety mit ihrer energiegeladenen Liveshow und das eher jüngere Publikum mit. Ein weiterer Großteil der jungen Zuhörer lauschte im „Zeitlos“ den Poprock-Nummern von Paulas Livingroom. Freude der ruhigeren Musik kamen im Kachelofen mit Akustikklängen der „Merk Brothers“ oder im Goldenen Rebstock mit Irish-Folk von „Loch Talamh“ auf ihre Kosten.

Freundlicher Umgang

Trotz der feucht-fröhlichen Atmosphäre pflegten die Feiernden ein freundliches Miteinander. „Laut Polizeiangaben verlief der Abend ohne weitere Vorkommnisse, was für uns als Veranstalter natürlich auch immer sehr erfreulich ist“, berichtet Hans-Bernd Sick.

Im nächsten Jahr steht am 5. April mit der 25. Auflage ein Jubiläum an.

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