Biberach kann vorzeitig Meister werden

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Der FV Biberach (hier Andreas Wonschick) hätte mit einem Sieg in Rein stetten den Titel in der Tasche.
Der FV Biberach (hier Andreas Wonschick) hätte mit einem Sieg in Rein stetten den Titel in der Tasche. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der Spielplan der Fußball-Bezirksliga Riß gönnt gerade vier Tage Verschnaufzeit. Der 27. Spieltag geht am Donnerstag, 17. Mai, über die Bühne. Biberach hat mit einem Sieg in Reinstetten den Titel in der Tasche. Der Zweite Ringschnait will in Kirchberg Platz zwei untermauern, Sulmetingen empfängt Baltringen. Der VfB Gutenzell und der TSV Rot/Rot duellieren sich um einen dringend benötigten Sieg im nervenaufreibenden Abstiegskampf. Anpfiff ist auf allen Plätzen um 18.30 Uhr.

Von allen Abstiegskandidaten hat der zuletzt zwei Mal erfolgreiche SV Alberweiler rein von der Papierform her die besten Karten. Der SVA kann in den verbleibenden vier Partien drei Mal auf eigenem Platz antreten, zunächst nun gegen die SF Schwendi. Gegen die hatte man in den letzten drei punktlosen Vergleichen aber gar nichts zu bestellen. Für die Sportfreunde wendet sich nach sieben Punkten aus den letzten drei Begegnungen ohne Gegentor die schwierige Saison wohl zum Guten. Die allerletzten Zweifel daran will man mit einem Sieg ausräumen.

So etwas sieht der Trainer gern – der SV Reinstetten hat sich trotz angespannter Personallage mit zwei Erfolgen in Serie das Saisonziel Klassenverbleib gesichert und kann nun deutlich entspannter der Partie gegen den FV Biberach entgegensehen. Ob man den Spielverderber für den vom FVB vorzeitig geplanten Titel spielen kann, ist aber fraglich. Der Spitzenreiter ist in allen Mannschaftsteilen gleichmäßiger besetzt, auch von der Bank kann FVB-Coach Dietmar Hatzing noch Qualität auf das Feld schicken. Im Waldstadion sollen nun nach dem Spiel die Meister-Sektkorken knallen.

Einen Saisonhöhepunkt hat der Pokalfinalist SV Sulmetingen noch vor sich. Den angestrebten zweiten Platz, die dritte Relegation in Folge, kann der SVS aus eigener Kraft aber nicht schaffen. Daher bleibt nur eines übrig – siegen, wo es geht, und warten, was die Konkurrenz bietet. Beim SV Baltringen lassen sich die Höhepunkte in der Rückrunde an ein paar Fingern abzählen. Auch gegen Teams aus der Abstiegszone tut sich der SVB ausgesprochen schwer, zuletzt gegen Alberweiler. Trotzdem ist man noch motiviert genug, gegen einen starken Gegner ein gutes Spiel zu liefern.

Offensivabteilung in Hochform

Die recht angespannte Personalsituation im blau-weißen Lager schlug sich auch beim FV Olympia Laupheim II zumindest in den letzten beiden Partien nieder. Von den Ergebnissen her wartet man seit drei Spielen auf einen Punktgewinn, gänzlich in Sicherheit ist der Neunte noch nicht. Beim Gegner SV Dettingen läuft die Offensivabteilung derzeit in Hochform auf. 21 Treffer gab es in den letzten fünf ungeschlagenen Partien, das Thema Relegationsplatz ist immer noch nicht ganz vom Tisch. Damit dies so bleibt, braucht der Vierte den 18. Saisonsieg, der auch möglich scheint. Das Spiel findet auf dem Kunstrasen am Grasigen Weg statt.

Tief- oder Rückschlag – man kann die deutliche 0:6-Abfuhr des TSV Wain in Dettingen beliebig benennen. Zum ernüchternden Ergebnis handelte man sich auch noch verletzte Spieler ein, die im Heimspiel gegen den SV Eberhardzell wohl fehlen. Die Aktien auf den Klassenerhalt steigen nur mit einem Sieg. Diejenigen der Gäste sind nach dem klaren 3:0 gegen Gutenzell fast schon auf dem Höchststand, dem SVE fehlt aber noch der eine oder andere Punkt zur Vollzugsmeldung Klassenerhalt. Nach Ansicht von SVE-Coach Roland Reichart soll dies bereits in Wain erledigt werden.

Abstiegskampf macht auch vor viel Tradition nicht halt. Sowohl der VfB Gutenzell wie auch der auch um einen Punkt besser gestellte TSV Rot/Rot wehren sich seit Wochen gegen einen drohenden Abstieg, der VfB nach vier punktelosen Partien in Serie mit noch weniger Erfolg als der TSV. Der konnte in seinen letzten vier Spielen wenigstens einmal punkten. Beide plagen sich mit Personalsorgen, die wohl auch im Kellerduell nicht behoben sein dürften. Der Sieger dieser Partie hofft weiter auf Klassenerhalt, für den Verlierer brechen wohl sportlich düstere Zeiten an.

Der TSV Kirchberg hielt beim 0:2 in Biberach lange den eigenen Kasten sauber, dies ist nun zunächst auch das primäre Ziel gegen den Zweiten SV Ringschnait. Ob man die zweitbeste Offensivreihe der Liga wirklich an die Leine legen kann, hängt auch von der Tagesform der Kirchberger Abwehrreihe ab. Dass die am zweitmeisten Gegentreffer eingefangen hat, dürfte auch dem Gästetrainerduo Wiest/Boscher nicht entgangen sein. Genau dort will man im zweitletzten Auswärtsspiel den Hebel ansetzen und den Drei-Punkte-Vorsprung gegenüber Sulmetingen behaupten.

Abschenken kommt nicht infrage

Gegen die ersten Vier der Bezirksliga kommt der SV Steinhausen nicht an, vom Rest des Feldes ist man aber Tabellenführer. Eben diesen fünften Platz will man bis zum Saisonende halten. Die eigenen Anhänger erwarten im zweitletzten Heimspiel der Saison gegen Schlusslicht BSC Berkheim einen Sieg. Bei den Gästen ist man realistisch genug um zu erkennen, dass der Bezirksliga-Aufenthalt bald zu Ende geht. Eine Partie abzuschenken kommt für den BSC aber nicht infrage. In den restlichen vier Partien muss man ohne Spielertrainer Philipp Birk-Braun auskommen.

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