Biberach Beavers: Nächstes Ziel GFL2

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Blickrichtung GFL2: Die Biberach Beavers peilen nach dem Gewinn des Meistertitels in der Regionalliga Südwest nun den Aufstieg
Blickrichtung GFL2: Die Biberach Beavers peilen nach dem Gewinn des Meistertitels in der Regionalliga Südwest nun den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse an. (Foto: Florian Achberger)
Sportredakteur

Als Aufsteiger Meister werden: Dieses Kunststück haben die American Footballer der Biberach Beavers in der Regionalliga Südwest am drittletzten Spieltag perfekt gemacht. Doch damit ist die Saison für die TG-Footballer noch nicht gelaufen. Noch zwei Nachholspiele und dann steigt im September die Play-off-Runde zur German Football League 2 (GFL2) – der Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse ist das nächste große Ziel der Beavers.

Mit 41:17 hatten die Biberacher das Heimspiel gegen die Freiburg Sacristans gewonnen, zudem leisteten die Weinheim Longhorns noch Schützenhilfe mit einem 33:31-Erfolg beim ärgsten Konkurrenten Karlsruhe Engineers – damit standen die Beavers als Meister fest. „Der Titelgewinn war sehr überraschend für uns. Es hat keiner damit gerechnet, dass Karlsruhe zum dritten Mal in Folge verlieren würde“, sagt Dominik Brodschelm, im zweiten Jahr Headcoach der Beavers. „Bei uns war alles auf den 11. August und damit das Nachholspiel in Biberach gegen die Heilbronn Miners ausgerichtet. Da wären wir dann auch besser vorbereitet gewesen auf eine Meisterfeier.“ Diese stieg dann sehr spontan und sei sehr schön gewesen. „Im Stadion haben wir es nur eine halbe Stunde genossen, dann stand schon der Abbau an. Ab 22 Uhr haben wir uns dann im ,Biberach Tag & Nacht‘ getroffen und die Meistersause der Spieler ging bis in die frühen Morgenstunden“, so der 38-Jährige, den es selbst früher nach Hause zog, weil er am nächsten Tag noch ein Spiel in Ravensburg als Schiedsrichter pfeifen musste.

Was die Hauptfaktoren für den vorzeitigen Titelgewinn sind? „Die Mannschaft ist einfach sehr gut aufgestellt, in der Tiefe und in der Breite. Wir haben alle Ausfälle sehr gut kompensieren können, was andere Teams nicht konnten“, erläutert der Beavers-Headcoach. „Auch der neue US-Import Spencer Payne hat voll eingeschlagen, sportlich wie menschlich. Er ist aktuell unser Topscorer und hat die Lücke geschlossen, die Alexander Funk, der vor der Saison zu den Munich Cowboys wechselte, hinterlassen hat. Quarterback Michael van Deripe hat da angeknüpft, wo er letzte Saison aufgehört hat. Er ist der beste Quarterback der Liga für mich.“ Ansonsten passe auch einfach die Stimmung in der Mannschaft. „Und wir haben die besten Fans der Liga“, fügt Brodschelm hinzu.

Für TG-Abteilungsleiter Horst Stumm-Szelenczy, der sehr stolz auf die Mannschaft ist, haben nicht nur die US-Importe van Deripe, Payne und Oscar Vazquez-Dyer zum Erfolg beigetragen, sondern auch die Spieler, die schon lange Jahre dabei sind und große Fortschritte gemacht hätten. Vazquez-Dyer ist als Offense- und Defense-Coordinator ebenso Teil des Trainerteams. „Das Gespann mit Headcoach Dominik Brodschelm, Vazquez-Dyer und Line-Coach Christian Specker hat einen top Job gemacht und ergänzt sich sehr gut. Alle drei haben einen großen Anteil am erneuten Titelgewinn“, so Stumm-Szelenczy.

Play-off-Termine stehen fest

Dominik Brodschelm kann den Erfolg nach eigener Aussage mittlerweile auch richtig begreifen, weil er sich schon mit den Play-offs zur GFL2 beschäftigt hat. Seit Dienstag stehen die Spieltermine fest. In den Play-offs treten die drei Meister der Regionalligen Mitte, Südwest und Süd gegeneinander an. Die beiden Tabellenersten qualifizieren sich – vorbehaltlich der erfolgreichen Lizenzierung – für die GFL2 im kommenden Jahr. Die Beavers treten zunächst bei den Fursty Razorbacks, die in Fürstenfeldbruck beheimatet sind, an (15./16. September). Am 22. September empfangen die Biberacher dann die Darmstadt Diamonds. „Das Stadion ist schon reserviert, auch für den Sonntag, falls es mit dem Aufstieg klappen sollte“, so der Beavers-Headcoach. „Der ist jetzt das klare Ziel. Die Chance ist einmalig und die wollen wir nutzen.“ Derzeit sei er dran, sich Videos von den Play-off-Gegnern zu besorgen. „Mehr beschäftige ich mich mit dem Thema aber noch nicht“, sagt Brodschelm. Denn zuvor sind noch zwei Begegnungen in der Regionalliga Südwest zu absolvieren – am 11. August das Heimspiel gegen die Heilbronn Miners und am 25. August die Auswärtspartie bei den Freiburg Sacristans. „Die zwei Spiele wollen wir auch noch gewinnen, um mit einem guten Gefühl in die Pause vor den Aufstiegs-Play-offs zu gehen“, so der Beavers-Headcoach. Beim Heimspiel gegen die Miners werde es für alle Zuschauer freien Eintritt geben. An diesem Tag bekommen die Beavers dann auch den Meisterpokal überreicht.

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