Biber begeistern mit Flower Power

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Schwäbische Zeitung

Die Narrenzunft Biberach hatte in Kooperation mit der Biberacher Musiknacht im vergangenen Jahr erstmals ein Remake des „Crazy Biber“ als „New Crazy Biber“ aufgeführt. Beim Publikum war das begeistert aufgenommen worden, daher entschieden sich die Vereine dieses Event auch 2020 zu veranstalten. Mit großem Erfolg.

Auch dieses Jahr strömten zahlreiche Besucher in die Biberacher Gigelberghalle. Viele von ihnen waren gekleidet im Stil der 1960-er Jahre, der Zeit der eigenen Jugend, der Zeit von „Love und Peace“.

Auf der Bühne standen die Biberacher Rocklegenden, die Crazy Allstar Band, und spielten vorwiegend die Songs der Flower-Power-Generation. Beginnend mit der Hymne San Francisco von Scott Mc Kenzie wurde das Publikum zurückversetzt in alte Zeiten. Eugen Ruedel an Bass und Technik, Karsten Wiesner an akustischer und elektrischer Gitarre sowie Gesang, Tastenmann Valentin Stephan als auch die Brüder Aja (Gitarren und Gesang) sowie Schlagzeuger und Multiinstrumentalist Martin Gratz begeisterten das Publikum und animierten zum Tanzen. Aber auch die Nichttänzer fanden überwiegend Gefallen an dem bunten Mix der Songs, der bis zu deutschen Schlagern wie „Rote Lippen“ oder „Anita“ reichte.

Für Abwechslung sorgten die Rocking Biber, der spätestens seit den spektakulären Auftritten beim Tanz durch die Jahrhunderte des Schützenfests bekannten rockigen Tanzsportabteilung der TG Biberach. Akrobatik vom Feinsten begeisterte das Publikum, das die Gruppe nicht ohne Zugabe entlassen wollte. Glücklicherweise versuchten die Besucher im anschließenden Set der Crazy Allstar Band nicht die gewagten Tanzfiguren zu übernehmen, sodass die Veranstaltung von schwereren Verletzungen verschont blieb.

Gespannt war das Publikum natürlich auf die angekündigte, geheimnisumwitterte Mitternachtsshow. Wer vermutet hatte, dass die Musiker der Crazy Allstar Band nun ebenfalls mit gewagten Tanzeinlagen aufwarten würden, sah sich getäuscht. Vielmehr ergänzte ein vierköpfiges Bläserset der Gruppe High-Tension nun die Band. Alle Musiker waren inzwischen im Stile der Bluesbrothers gekleidet: Sonnenbrille, weißes Hemd und Hut. Passend dazu wurden Bluesnummern wie „Mustang Sally“ von Wilson Pickett oder „Sweet Home Chicago“ von Robert Johnson interpretiert und zu einem wahren Highlight der Veranstaltung.

Bleibt zu hoffen, dass sich auch im Jahr 2021 genug ehrenamtlich Tätige bereit erklären, den dann dritten New Crazy Biber auf die Beine zu stellen. Einen Stammplatz im Biberacher Veranstaltungskalender hätte sich der noch junge Biber jedenfalls mehr als verdient.

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