Berufsschulen im Kreis Biberach für die Zukunft gut aufstellen

Lesedauer: 3 Min

Über das Thema regionale Schulentwicklung hat Biberachs Landrat Heiko Schmid in der Sitzung des Kultur- und Schulausschusses am Donnerstag gesprochen. Er stellte erneut klar, dass noch nichts entschieden und der Ausgang völlig ergebnisoffen sei. Ende des vergangenen Jahres hatte das Thema bei einigen Lehrern für großen Unmut gesorgt (SZ berichtete).

Die Planung zur regionalen Schulentwicklung betrifft die beruflichen Schulen im Landkreis Biberach. „Es geht darum, unsere Berufsschulen für die kommenden Jahre und Jahrzehnte gut aufzustellen und die einzelnen Standorte zu sichern“, sagt Landrat Schmid. Im ursprünglichen Beschlussvorschlag wurde empfohlen, die bisher an der Matthias-Erzberger-Schule (MES) in Biberach angesiedelten Bildungsgänge der Biotechnologie ab 2020 nach Laupheim zu verlagern. Die dortige Kilian-von-Steiner-Schule könnte so zu einem naturwissenschaftlichen Kompetenzzentrum werden. Im Gegenzug würde die Laupheimer Schule ihre dualen kaufmännischen Bildungsgänge an die Gebhard-Müller-Schule (GMS) in Biberach abgeben. So wollte die Kreisverwaltung das Vorverfahren einläuten. Gegen diesen Vorschlag lehnten sich vor allem die Lehrer der MES auf.

Vor 2020 fällt keine Entscheidung

„Zu keinem Zeitpunkt war etwas entschieden“, so Schmid. „Wir werden die verschiedenen Möglichkeiten gründlich prüfen und das neue Konzept Ende 2019 ganz unaufgeregt auf den Weg bringen.“ Auch der neue Kreiskämmerer Holger Adler versichert: „Wir werden uns Zeit nehmen, mit allen Beteiligten sprechen und am Ende bewerten“, sagt er. „Wir haben ausreichend Zeit und wollen keinen Druck aufbauen.“ Dennoch würde der Landkreis den Schulstandort Laupheim gerne zum naturwissenschaftlichen Kompetenzzentrum aufbauen.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen