Beavers wollen Spieß umdrehen

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 Teil zwei des „Schwabenbowls“ zwischen den Biberach Beavers (links Ingo Berther) und den Ravensburg Razorbacks steht in der GFL
Teil zwei des „Schwabenbowls“ zwischen den Biberach Beavers (links Ingo Berther) und den Ravensburg Razorbacks steht in der GFL2 Süd in Weingarten an. (Foto: Archiv: Florian Achberger)
Marc Kuschick

Die American Footballer der Biberach Beavers stehen vor dem Rückspiel gegen die Ravensburg Razorbacks. Am Samstag um 19 Uhr beginnt in der German Football League (GFL) 2 Süd Teil zwei des „Schwabenbowls“ in Weingarten, der Heimstätte der Razorbacks. Das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison ging deutlich mit 56:23 an den amtierenden Meister der GFL2 Süd aus Ravensburg.

Die TG-Footballer haben den Rückenwind eines am Ende verdienten Siegs gegen die Darmstadt Diamonds vom vergangenen Wochenende, den sie mit nach Ravensburg nehmen können. Beavers-Headcoach Oscar Vazquez-Dyer sieht keine Motivationsprobleme. „Ein Sieg ist immer gut für das Selbstvertrauen. Aber es ist die Ravensburg-Woche. Da bedarf es keiner Extramotivation“, sagt er.

Hinzu kommt, dass es in diesem Spiel nicht nur um die Vorherrschaft in Oberschwaben und eine etwaige Revanche für die deutliche Hinrundenspielniederlage geht. Durch einen Sieg der Ravensburger beim Tabellenführer Saarland Hurricanes haben die Razorbacks selbst Platz eins übernommen und die Biberacher rückten vor auf Platz zwei. Dadurch ist dies auch ein Spiel um die Tabellenführung.

Größte Herausforderung

Aber nicht nur emotional, sondern auch sportlich sind die Razorbacks mit die größte Herausforderung für die Biberacher in dieser Saison. „Sie haben doppelt so viele Importspieler wie wir, als amtierender Meister mehr Erfahrung, Heimvorteil und ein starkes Selbstbewusstsein nach ihrem Sieg über die Saarland Hurricanes“, so Vazquez-Dyer. „Wir müssen physisch agieren und das Spiel bis ins letzte Spielviertel eng halten. Ich glaube, wir haben das meiste einheimische Talent in der Liga. Kein Zweifel, wir sind der Außenseiter, aber ich mag diese Voraussetzungen. Wir haben die Möglichkeiten, uns direkt miteinander zu messen und wir werden auf dem Feld mit Kampfkraft und Können entscheiden, wer der Bessere ist.“

Die TG-Footballer haben nun das vierte Spiel innerhalb von vier Wochen vor der Brust, was in einem so physischen Sport wie American Football keine leichte Aufgabe ist. „Wir sind ziemlich angeschlagen“, sagt der Beavers-Headcoach. „Dann haben wir auch noch das härteste Spiel am Ende dieser Serie. Egal wie es ausgeht, die Woche Pause danach ist definitiv notwendig.“ Ebenso schmerzt der Abgang von Defensive Lineman Ville Valasti. Aber auch ohne ihn hat die Beavers-Defensive zuletzt gezeigt, dass man sich um ihre Leistung keine Sorgen machen muss.

Beim Hinrundenspiel in Biberach fanden sich rund 2300 Zuschauer im Biberacher Stadion ein. Für die Beavers war dies ein Rekord. Oscar Vazquez-Dyer erwartet für Samstagabend noch mehr. „Ich glaube, dass mehr als 3000 Leute kommen werden. Immerhin geht es um die Tabellenführung“, sagt er. „Damit hätten zu Beginn der Saison nur wenige gerechnet. Wir brauchen auch ganz Biberach hinter uns, damit die Stadt in Ravensburg viel Lärm macht, um den Gegner in der Kommunikation zu stören.“

Egal wie es ausgehe, es seien Spiele wie diese, die American Football so großartig macht, fügt Vazquez-Dyer hinzu.

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