Beavers sind auf Wiedergutmachung aus

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Im Hinrundenspiel unterlagen die Biberach Beavers den blau-weiß gekleideten Straubing Spiders. Nun steht die Rückrundenpartie an
Im Hinrundenspiel unterlagen die Biberach Beavers den blau-weiß gekleideten Straubing Spiders. Nun steht die Rückrundenpartie an. (Foto: Archiv: Florian Achberger)
Marc Kuschick

Zwei Wochen nach der Niederlage beim amtierenden Meister Ravensburg müssen die Biberach Beavers in der German Football League (GFL) 2 Süd am Sonntag erneut in die Fremde. Bei den Straubing Spiders in Niederbayern (Spielbeginn: 15 Uhr) wird die Mannschaft von Headcoach Oscar Vazquez-Dyer versuchen, die 21:38-Niederlage im Hinrundenspiel in der Schützenwoche wieder gutzumachen. Diesem Ziel stehen allerdings eine ganze Reihe Probleme entgegen.

Die Straubing Spiders sind zusammen mit den Saarland Hurricanes und den Biberachern punktgleich in der Tabelle. Nur Meister Ravensburg steht noch mit einem Sieg mehr vor dem Trio. Die Zuschauer dürfen sich also auf ein enges Spiel einstellen, in dem es um die bessere Positionierung im Rennen um die Meisterschaft geht.

Stark besetzter Gegner

Generell sind die Beavers sehr auswärtsstark. Die Niederlage in Ravensburg war die erste Niederlage auf fremdem Platz seit fast drei Jahren. Aber die Straubinger sind, genauso wie Ravensburg, ein anderes Kaliber als die meisten Gegner aus den vergangenen Jahren. „Straubing hat sich gefunden und spielt momentan sehr gut“, sagt Vazquez-Dyer. „Wir müssen besser ins Spiel kommen, als beim ersten Aufeinandertreffen und müssen einen Weg finden, mit der meiner Meinung nach besten Defensive Line der Liga klarzukommen. Wir werden unterbesetzt sein und daher wird es ein sehr schweres Spiel für uns werden.“

Der Gegner ist stark und wird von den Beavers nicht unterschätzt werden. Neben der Defensive Line haben die Spiders aber auch noch andere Stärken. „Sie haben vor ein paar Wochen noch zwei Importspieler aus Frankreich geholt und somit ihre Wide-Receiver- und Linebacker-Positionen gut verstärkt“, erklärt Vazquez-Dyer. „Sie werden für den Rest der Saison schwer zu schlagen sein.“ Das liegt nicht zuletzt auch an Straubings Quarterback Justin Sottilare. Dieser spielte in der vergangenen Saison noch bei den Allgäu Comets in der ersten Liga und kann somit Erfahrung auf höchstem europäischem Niveau vorweisen. „Er ist sehr gut darin, den Ball schnell loszuwerden und wird daher wenig gesacked“, so Vazquez-Dyer. „Straubings Offensive verlässt sich ausschließlich auf ihn und wir müssen schauen, dass er den Ball länger als gewohnt halten muss.“

Verletzungen über Verletzungen

Die Probleme werden in diese Phase der Saison aber nicht ausschließlich vom Gegner gestellt. Auch mit dem eigenen Kader haben die Biberacher zu kämpfen. In der Tat meint es der Football-Gott verletzungstechnisch nicht sehr gut mit den TG-Footballern. Schon seit Beginn der Saison zieht sich das Verletzungspech durch. Der Beavers-Headcoach aber gibt sich kämpferisch. „Wir werden den Rest der Saison Probleme haben. Wir mussten in Ravensburg bereits die siebte Verletzung hinnehmen, die für den betreffenden Spieler das Saisonende bedeutet“, so Vazquez-Dyer. Es sei die schlimmste Verletzungswelle, die er seit der High School gesehen habe. „Das Pech, mit dem das Team in seinem ersten Jahr in der GFL 2 zu kämpfen hat, ist verrückt. Aber wir haben immer noch drei Spiele vor uns und werden kämpfen bis zum Ende“, sagt der Beavers-Headcoach.

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