Baustetten trifft im Derby auf Laupheim II

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 Im Lokalderby treffen der SV Baustetten (hier der SVB-Kapitän und Ex-Olympianer Marcel Schwarzmann) und Olympia Laupheim II au
Im Lokalderby treffen der SV Baustetten (hier der SVB-Kapitän und Ex-Olympianer Marcel Schwarzmann) und Olympia Laupheim II aufeinander. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der achte Spieltag hält am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga Riß ein waschechtes Lokalderby zwischen Baustetten und Laupheim II parat. Der am Vorsonntag gestrauchelte SV Mietingen ist Gastgeber der TSG Achstetten, Aufsteiger Ummendorf des SV Sulmetingen. Der sich in guter Form befindliche Spitzenreiter SF Schwendi empfängt um 16.45 Uhr den TSV Kirchberg, der VfB Gutenzell um 17 Uhr den SV Steinhausen. Anpfiff ist bei allen anderen Partien um 15 Uhr.

Auf dieses Derby hat man beim SV Baustetten lange gewartet. Verantwortliche, die Spieler und wohl auch der Kassierer freuen sich auf den Lokalkampf gegen den FV Olympia Laupheim II. SVB-Kapitän und Ex-Olympianer Marcel Schwarzmann führte sein Team zuletzt vier Mal in Folge als Sieger vom Platz, der starke zweite Platz des Aufsteigers wundert nur noch wenige. Eher schon die beiden Niederlagen aus den vergangenen drei Partien des Geheimfavoriten aus Laupheim. Die kassierte man gegen Spitzenteams der Liga, zu denen gegenwärtig auch der Gegner zu zählen ist. Um die eigenen, hohen Ansprüche nicht frühzeitig infrage stellen zu müssen, braucht der Gast Zählbares.

Klarer Formanstieg erkennbar

Wenn Trainer Reiner Voltenauer vom SV Mietingen nach dem 4:5 in Baltringen eine Mängelliste aufgestellt hat, dürfte seine Defensivabteilung ganz oben aufgeführt sein. Vor allem bei Standards hatte die SVM-Abwehr nicht den besten Tag. Dem aktuellen Sechsten deswegen eine Krise anzudichten, wäre komplett falsch. Schon gegen die TSG Achstetten brennt man auf Wiedergutmachung. Die Gäste ließen am Vorsonntag aber einen klaren Formanstieg erkennen, Dettingen hatte man am Rande einer Niederlage. Falls die TSG ein Zwischenfazit nach einem Viertel der Saison zieht, muss man sich eingestehen, dass die eigenen Möglichkeiten bisher viel zu selten ausgeschöpft wurden.

Was Stefan Wiest, Coach der SF Schwendi, nach einem verkorksten Saisonstart in den darauffolgenden fünf siegreichen Partien geändert hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Jedenfalls ist die Offensivabteilung des frischgebackenen Tabellenführers derzeit kaum zu stoppen, die 20 Treffer in diesem Zeitraum belegen dies eindrucksvoll. Gegen den TSV Kirchberg will man Platz eins verteidigen. Das klingt auf Anhieb nach viel Arbeit für die TSV-Abwehr. Die hatte man aber auch vor zwei Wochen beim damaligen Spitzenreiter Ringschnait und entführte dann einen Punkt. Für einen erneuten Coup ist aber eine deutlich bessere Chancenververwertung als am Vorsonntag nötig.

Eine mäßige erste Halbzeit und eine gute zweite Hälfte bescherten dem VfB Gutenzell am vergangenen Spieltag einen klaren 4:0-Sieg und Platz vier. Eben an diese zweite Hälfte will die Riedmüller-Truppe nun im vierten Heimspiel der Saison gegen den SV Steinhausen nahtlos anschließen. Die blütenweiße Heimbilanz soll weiter Bestand haben. Vieles, was bei Steinhausen in den Vorjahren ein fester Bestandteil war wie Konstanz und blitzschnelles, torgefährliches Umschaltspiel, liegt derzeit etwas brach. Auswärts ging man bisher komplett leer aus, da hilft in dieser recht unangenehmen Situation vielleicht der Blick ins Archiv: In der Vorsaison gewann der SVS beide Spiele.

Baustellen im Defensivbereich

Wer Zeuge beim spektakulären 5:4-Sieg des SV Baltringen gegen Mietingen war, musste der Freudenmann-Truppe einen starken Offensivauftritt zubilligen. Zum zweiten Mal in dieser Saison gelangen fünf Treffer in einer Partie, im Defensivbereich hat der SVB aber Baustellen. Die will man nun im Heimspiel gegen den SV Eberhardzell, in dem man wohl komplett auflaufen kann, auch noch ausmerzen. Bei den Gästen ist die Euphorie der drei Anfangssiege inzwischen verflogen, zuletzt setzte es drei Niederlagen in Folge. Noch hat der SVE aber genügend Luft nach unten und hofft, dass man die zweiwöchige Spielpause gut nutzen konnte. Das angestrebte Mindestziel, ein Remis, ist aber nur mit einer stabilen Abwehr zu realisieren.

„Insgesamt zu wenig“ – so bilanzierte man beim SV Dettingen das etwas glückliche 1:1 in Achstetten. Trotzdem kann der SVD mit sieben Punkten aus den vergangenen drei Partien eine Miniserie vorweisen, die mit einem fest eingeplanten Sieg gegen das Schlusslicht SV Reinstetten zur richtigen Serie würde. Dann hätte der Dritte der Vorsaison auch den Anschluss ans obere Tabellenviertel geschafft. Beim leidgeprüften Gast bemüht man trotz eines leeren Punktekontos weiterhin das Prinzip Hoffnung. Um endlich in den Punktemodus zu kommen, braucht der SVR aber einen seiner bisher ausgebliebenen guten Tage und natürlich auch Routinier Robin Kammerlander, dessen Einsatz noch fraglich ist.

Die Tabelle ist ein ehrlicher Richter und lügt nicht. Für Aufsteiger TSV Ummendorf weist sie nach sieben Partien ganze vier Punkte aus. Auch wenn man beim TSV Abstiegskampf eingeplant hat, so richtig ist man in der Liga noch nicht angekommen. Am Vorsonntag blieb man aber wenigstens zum ersten Mal ohne Gegentor, allerdings auch erstmals ohne eigenen Treffer. Spielmacher Kalle Pollitz fehlt gegen den SV Sulmetingen, der aus den vergangenen drei Partien sieben Punkte holte und bei einer weniger ausgetragenen Partie Kontakt zur Spitze hat. Den Weg nach oben will man sich auch vom Aufsteiger nicht versperren lassen, der SVS ist klarer Favorit.

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