Baltringen empfängt im Derby Baustetten

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 Der SV Baltringen (rechts David Lachmaier) ist im Derby gegen den SV Baustetten gefordert.
Der SV Baltringen (rechts David Lachmaier) ist im Derby gegen den SV Baustetten gefordert. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Der elfte Spieltag der Fußball-Bezirksliga Riß läutet am Sonntag, 13. Oktober, das zweite Saisondrittel ein. Das Dreigestirn an der Spitze tritt durchweg auswärts an. Der SV Ringschnait ist zu Gast beim heimstarken FC Mittelbiberach, der Zweite Schwendi muss nach Reinstetten. Aufsteiger Berkheim ist Gastgeber des Dritten, des SV Sulmetingen. In Steinhausen gibt der zuletzt verbesserte TSV Kirchberg seine Visitenkarte ab. Anpfiff ist bei allen Partien um 15 Uhr.

Auch wenn sich der FC Mittelbiberach und der SV Ringschnait im Punktspielbetrieb sehr lange nicht mehr gegenüberstanden – gänzlich unbekannt sind sich die beiden Kontrahenten nicht. Im Pokalwettbewerb der Vorsaison versperrte der diesjährige Aufsteiger dem SVR den Weg ins Halbfinale, jetzt will man dem Tabellenführer das Leben wieder schwer machen. Der SVR verteilte seinen 6:1-Kantersieg am Vorsonntag gleich auf vier verschiedene Torschützen. Ein klares Zeichen, dass die Offensivreihe funktioniert. Trotzdem könnte auf den Spitzenreiter beim heimstarken FCM ein hartes Stück Arbeit zukommen.

Beim SV Reinstetten weiß man wohl selbst nicht genau, warum sich die zuvor stolze Serie innerhalb einer Woche in einen Negativlauf verwandelt hat. Fakt ist, dass sich der SVR in diesem Zeitfenster zwölf Gegentore eingefangen hat, selbst die zweitbeste Offensive der Liga konnte das nicht korrigieren. Gegen den Zweiten, die SF Schwendi, braucht der SVR eine stabilere Abwehr. Für die SF war der Verlust von Platz eins am eigenen spielfreien Vorsonntag absehbar, nun gilt es als Jäger des Spitzenreiters parat zu stehen, falls dieser patzen sollte. Schwendi hat keine englische Woche hinter sich, aber zehn Tage Spielpause. Ob sich dies negativ auswirkt, wird sich weisen.

Die richtige Rezeptur

Trainer Dietmar Mang vom SV Steinhausen hat nun augenscheinlich die richtige Rezeptur gefunden. In den letzten vier Partien gab es drei Siege, mit satten 13 eigenen Treffern. Allein sieben davon gingen auf das Konto von Angreifer Tobias Rothenbacher. Der Tabellensechste visiert nun gegen den TSV Kirchberg den fünften Heimsieg an. Der zeigte sich in den letzten beiden ungeschlagenen Partien deutlich formverbessert und bringt mit dem inzwischen neun Mal erfolgreichen Spielertrainer Daniel Kohler ebenfalls einen sehr formstarken Torjäger mit in die Partie.

Beim BSC Berkheim sind Parallelen zur Bezirksliga-Saison vor zwei Jahren unübersehbar. Damals wie jetzt hatte der BSC einen guten Saisonstart und konnte dann nur noch wenig zählbare Ergebnisse abliefern. Noch hat der Aufsteiger aber genügend Zeit, diesem Trend entgegenzutreten, gegen den SV Sulmetingen will man nichts unversucht lassen. Beim Tabellendritten verspürt man absolut keine Lust auf sportliche Aufbauhilfe, personelle Engpässe konnte man am Vorsonntag gut kompensieren. Bei allem Vertrauen in die eigene Stärke hätte Spielertrainer Heiko Gumper aber doch den einen oder anderen zuletzt fehlenden Akteur dabei, um das erklärte Ziel Auswärtssieg zu realisieren.

Der VfB Gutenzell verbesserte die eigene sportliche Situation in der Vorwoche mit zwei Siegen in drei Tagen. Gedanken an Nachlässigkeit oder reduzierten Einsatz will Trainer Reiner Wespel bei seinen Akteuren im wichtigen Heimspiel gegen das Schlusslicht FV Olympia Laupheim II erst gar nicht aufkommen lassen. Mit dem dritten Sieg in Folge könnte der VfB vorerst durchatmen. Dies blieb den Gästen bisher versagt, nach einem verheerenden Saisonstart haben die Blau-Weißen aber immerhin zwei Siege aus den letzten drei Partien erkämpft und erspielt. Das Team um Kapitän Julian Fischbach ist auch deswegen in der Graf-Ignaz-Arena nicht chancenlos.

Ein ausgewiesener Derby-Spezialist ist der SV Baltringen irgendwie nicht. Bei Laupheim II gab es eine Niederlage, auch in der Vorsaison war gegen den nun aufkreuzenden SV Baustetten in beiden Partien nichts zu holen. Positiv ist aber die aktuelle Heimbilanz, die Freudenmann-Truppe holte auf eigenem Platz alle auf dem Konto stehenden sieben Punkte. Deren 15 hat der Gast auf der Habenseite und pendelt seit Saisonbeginn zwischen Rang zwei und aktuell Platz sieben. Damit ist man zwar im vor der Saisonbeginn ausgegebenen Zielkorridor, etwas mehr darf es nach den SVB-Vorstellungen aber schon sein. Die Gäste gehen favorisiert ins Spiel.

Formkurve ist angestiegen

Vor dem Hintergrund, dass man bei der SGM Warthausen/Birkenhard einen Mittelfeldplatz als eigenen Anspruch anmeldet, gibt es für den Aufsteiger doch noch einiges zu tun. Der Spielplan hält nun für die SGM zwei Partien gegen Teams aus dem unteren Tabellenviertel parat, schon im ersten soll gegen den Tabellennachbar SV Eberhardzell ein Sieg her. Auch beim Gast begreift man diese Partie allerdings als Chance, das Punktekonto aufzubessern. Die Formkurve ist klar angestiegen, das 0:1 gegen Gutenzell warf den SVE zwar etwas zurück, aber wohl nicht aus der Spur.

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