Auszählpanne verändert Ergebnis bei SZ-Sportlerwahl

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 Die Preisträger der SZ-Wahl zum Sportler des Jahres mit SZ-Regionalgeschäftsführerin Juliana Rapp (links), dem Biberacher SZ-Re
Die Preisträger der SZ-Wahl zum Sportler des Jahres mit SZ-Regionalgeschäftsführerin Juliana Rapp (links), dem Biberacher SZ-Redaktionsleiter Gerd Mägerle (rechts) und SZ-Sportredakteur Felix Gaber (hinten): (von links) Andrea Nägele (Mutter der Siegerin Maike Nägele), der Zweiplatzierte Manuel Münst und die Drittplatzierte Lara Kuhn. (Foto: Georg Kliebhan)
Redaktionsleiter

Zunächst schien am Freitagabend in der Gigelberghalle bei der Sportlerehrung des Sportkreises und des Landkreises noch alles klar: Fußballer Manuel Münst (SV Ringschnait) hatte die SZ-Wahl zum „Sportler des Jahres 2018“ vor Tennisspielerin Maike Nägele (SF Schwendi) und Handballerin Lara Kuhn (TG Biberach) gewonnen. Am Montag stellte sich nun heraus, dass ein Teil der rechtzeitig abgegebenen Stimmzettel aus dem Bereich der SZ-Ausgabe Laupheim erst nach der Auszählung mit der Hauspost in Biberach angekommen und aus Versehen nicht gewertet worden ist. Die erneute Auszählung brachte nun folgendes Ergebnis: Platz eins und damit der Titel „SZ-Sportlerin des Jahres 2018“ geht an Maike Nägele (303 Stimmen), vor Manuel Münst (211 Stimmen). Dritte bleibt Lara Kuhn (134 Stimmen).

+++In eigener Sache: Wir bitten um Entschuldigung+++

Weil dieser Auszählfehler klar auf die Kappe der SZ geht, haben SZ-Geschäftsführung und Redaktionsleitung am Montag entschieden, dass Manuel Münst seine Trophäe und den 500-Euro-Gutschein von Sport Heinzel, den er bei der Ehrung am Freitagabend erhalten hat, auf jeden Fall behalten darf. Zusätzlich erhält Maike Nägele ebenfalls eine Siegertrophäe, außerdem wird ihr Gutschein für die Zweitplatzierte von 300 auf 500 Euro, also den Betrag des Siegers, aufgestockt. Für Lara Kuhn als Drittplatzierte (Gutschein über 200 Euro) ändert sich nichts. Bei den weiteren acht zur Wahl stehenden Sportlern gab es durch die erneute Auszählung vereinzelt Zuwächse im einstelligen Stimmenbereich, die sich aber nicht auf die Platzierungen auswirkten.

Elf Kandidaten standen insgesamt zur Wahl. Elf deshalb, weil Manuel Münst die Wahl zum Sportler des Monats 2018 gleich zweimal für sich entschieden hatte. Die Siegerin Maike Nägele wurde bei der Ehrung am Freitag durch ihre Mutter vertreten: Ihre Tochter ist nach dem Abitur in die USA gegangen und studiert an der Georgia State University Psychologie – ausgestattet mit einem Stipendium. Aber auch Tennis spiele sie dort bei einem Universitätsteam, wie Andrea Nägele ausführte, als sie den Preis stellvertretend entgegennahm. Freunde aus ihrer Heimat Schwendi hatten fleißig Stimmzettel ausgefüllt und sicherten ihr so den Sieg – wenn auch erst nachträglich.

Freude auch bei Manuel Münst: „Das ist das Höchste, was ich in meiner bisherigen Laufbahn persönlich gewonnen habe“, freute sich der 25-jährige Angreifer des Bezirksligisten SV Ringschnait am Freitag über die Stimmen, die auf ihn entfielen. Viele seiner Kumpels hätten extra die Zeitung gekauft und den Coupon ausgefüllt. Das sei nicht selbstverständlich. In der vergangenen Saison war Münst bereits Torschützenkönig in der Liga und auch in der laufenden Spielzeit hat er in der Vorrunde schon 19 Treffer erzielt. Als Münst am Montag von der Veränderung des Ergebnisses erfuhr, sagte er: „Es ist schade, dass ich jetzt die Wahl nicht gewonnen habe. Aber daran kann man jetzt nichts ändern.“ Er zeigte sich als fairer Sportsmann: „Glückwunsch an Maike Nägele.“

Bleibt noch Lara Kuhn. Das große Handballtalent der TG Biberach hatte die SZ-Sportlerwahl des Monats erst im Dezember gewonnen und freute sich deshalb riesig, gleich auf dem dritten Platz gelandet zu sein. „Das ist eine tolle Auszeichnung und zusätzliche Motivation für mich und die gesamte Mannschaft.“

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