„Aus Biberach gehe ich nicht mehr weg“

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Ist froh, wieder in Biberach zu sein: Samanta Wachniak ist neue Jugendreferentin beim katholischen Dekanat und der Kolpingjugend
Ist froh, wieder in Biberach zu sein: Samanta Wachniak ist neue Jugendreferentin beim katholischen Dekanat und der Kolpingjugend. (Foto: Tarek Musleh)
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Ein neues Gesicht verstärkt das katholische Jugendreferat in Biberach: Samanta Wachniak ist dort als Dekanatsjugendreferentin und Bildungsreferentin für die Kolpingjugend tätig. Für die 30-Jährige ist zwar der Arbeitsplatz neu, nicht aber die Umgebung, denn sie ist in Biberach aufgewachsen.

Mit der katholischen Kirche hatte Samanta Wachniak bereits in der Jugend viele Berührungspunkte. So war sie Ministrantin in der Kirchengemeinde zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Mittelberg, außerdem Teilnehmerin und später Leiterin bei der Ostsee-Freizeit der Kirchengemeinde. Als sie in der elften Klasse ein Praktikum im Hort einer Waldorf-Schule absolvierte, fasste sie den Entschluss: „Ich will Erzieherin werden.“ Sie verließ das Gymnasium und begann nach einem freiwilligen sozialen Jahr in einem Waldkinergarten in Pforzheim die Ausbildung zur Erzieherin in Karlsruhe. Berufsbegleitend absolvierte sie die Fachhochschulreife. Während des Anerkennungsjahrs in einer Kindereinrichtung am städtischen Klinikum in Karlsruhe habe sie aber gemerkt, dass sie leiber mit Jugendlichen arbeiten würde, sagt sie.

Sie begann deshalb ein Studiums der Sozialen Arbeit in Mannheim, machte ihren Bachlorabschluss und arbeitete daneben in der Kinder- und Jugendpsychiatrie im städtischen Klinikum Karlsruhe. Seit vergangenen Sommer ist sie wieder zurück in Biberach. „Meine ganze Familie lebt hier, und ich wollte einfach wieder näher bei ihnen sein“, sagt Samanta Wachniak. Zunächst arbeitete sie in einer Wohngruppe für Jugendliche, ehe sich Ende des Jahres die Möglichkeit für eine Tätigkeit im katholischen Jugendreferat ergab.

Internetseite neu gestaltet

Hier ist sie unter anderem als Dekanatsjugendreferentin für den Bezirk Riedlingen-Bussen zuständig, außerdem Bildungsreferentin für die Kolpingjugend zwischen Laupheim und Friedrichshafen. Unter anderem wird sie im Sommer das Projekt „Werde Weltveränderer“ mit Schulen in Bad Schussenried sowie eine Rom-Wallfahrt begleiten. In den ersten Wochen hat sie sich, zusammen mit einem FSJ- Praktikanten, unter anderem um die Neugestaltung der Internetseite des katholischen Jugendreferats gekümmert.

„Ich merke, dass mein Studium hier viel mehr zum Tragen kommt“, sagt sie. Zwar sei sie noch dabei, die kirchlichen Strukturen besser kennenzulernen, „aber ich gehe unvoreingenommen an alles heran und kann sicher auch neue Ideen einbringen.“ Die Kollegen im Jugendreferat hätten sie herzlich aufgenommen, weshalb für sie klar ist: „Aus Biberach gehe ich nicht mehr weg.“

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