Arbeitslosenquote im Kreis Biberach sinkt auf Rekordwert

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 Der Landkreis Biberach weist wie bisher die niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg aus.
Der Landkreis Biberach weist wie bisher die niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg aus. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Arbeitslosenquote sinkt im Landkreis Biberach auf 1,8 Prozent und liegt damit so niedrig wie noch nie in den vergangenen 35 Jahren, für die vergleichbare Quoten vorliegen. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 2,0 Prozent.

Der Landkreis Biberach weist wie bisher die niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg aus, gefolgt von Rottweil und dem Bodenseekreis mit jeweils 2,1 Prozent. Im Mai wurden im Landkreis 2144 Arbeitslose gezählt und damit 17 weniger als im April und 139 weniger als vor einem Jahr.

Im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm, zu dem der Landkreis Biberach ebenso wie der Alb-Donau-Kreis und die Stadt Ulm gehören, gingen die Stellenneumeldungen zum Vormonat wie zum Vorjahr zurück. Regionale Arbeitgeber meldeten 1325 neue Stellen, 289 weniger als im April und 454 weniger als im Vorjahr. Besonders im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung zeigte sich ein deutlicher Rückgang. Der Stellenbestand ging zum Vormonat um 170 auf 6062 Arbeitsangebote zurück, der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften bleibt unverändert hoch.

Gefragtes Fachpersonal

Fachpersonal wird gesucht, insbesondere in den Metall- und Maschinenbauberufen sowie in den Elektroberufen. Ein großer Bedarf besteht auch an Lagerfachkräften, Berufskraftfahrern und Verkäufern. Im Handwerk werden in den Ausbau- und Zimmereiberufen, in Berufen der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, in den Maler- und Lackierberufen sowie im Maurerhandwerk ausgebildete Frauen und Männer gesucht. Zudem wird im Bereich Hotel und Gastronomie Fachpersonal gesucht wie auch in den Gesundheits- und Pflegeberufen.

Bei der örtlichen Agentur für Arbeit, die überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, waren im Mai 1191 Arbeitslose registriert. Dies sind 36 Arbeitslose weniger als im April, aber 51 mehr als vor einem Jahr. Beim Jobcenter des Landkreises, das erwerbsfähige Leistungsberechtigte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende betreut, hat sich die Zahl der Arbeitslosen auf 953 Personen erhöht. Im Vergleich der Werte zum April sind dies 19 Arbeitslose mehr. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen beim Jobcenter jedoch um 190 Personen gesunken. In den ersten fünf Monaten des Jahres konnten 274 Arbeitsuchende (Vorjahr: 311) mit Unterstützung des Jobcenters in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt werden.

Derzeit werden im Jobcenter 2069 Bedarfsgemeinschaften betreut. Dies sind 28 weniger als im April und 300 weniger als im Vorjahr. Damit nahmen im Mai 2019 insgesamt 4551 Bürger des Landkreises Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende in Anspruch. Um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, nehmen derzeit 1013 (Vormonat: 1053) Arbeitslosengeld-II-Bezieher an Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen teil. Zusätzlich unterstützt der Landkreis 428 Personen durch Leistungen wie Kinderbetreuung, Sucht-, psychosoziale Betreuung oder Schuldnerberatung bei der >Intergration in den Arbeitsmarkt unterstützt.

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