Anwohner können keine Baumfällung verlangen

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 Im schlimmsten Fall, wenn die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne, müssten geschädigte Bäume gefällt werde
Im schlimmsten Fall, wenn die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne, müssten geschädigte Bäume gefällt werden. (Foto: Tobias Hase/dpa)
Schwäbische Zeitung

Immer wieder melden sich Bürger bei der Biberacher Stadtverwaltung, die sich an den städtischen Bäumen in der Nähe ihrer Grundstücke stören und sich wünschen, dass diese Bäume gefällt werden oder die Baumkrone eingekürzt wird. In einer Pressemitteilung erläutert die Stadt Rechte und Pflichten von Anwohnern im Hinblick auf den städtischen Baumbestand.

Die Stadt Biberach sei für einen großen Baumbestand verantwortlich, der für das Stadtbild und die Stadtökologie eine große Bedeutung habe. Auch im Hinblick auf die fortschreitende Klimaerwärmung leisteten Bäume einen wichtigen Beitrag als Schattenspender und Wasserspeicher, so die Stadtverwaltung.

Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit würden die städtischen Bäume regelmäßig von speziell ausgebildeten Fachkräften auf Vitalität und eventuell vorhandene Schadensbilder oder Mängel kontrolliert.

Bei Sicherheitsbedenken würden die Bäume gepflegt oder Gutachten erstellt. Im schlimmsten Fall, wenn die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne, müssten geschädigte Bäume gefällt werden.

Die Gründe für Beschwerden oder Hinweise seien vielfältig, meist würden Schattenwurf, Laubfall oder störende Früchte genannt. Solange es sich um gesunde, standsichere Bäume handle, würden diese jedoch weder geschnitten noch gefällt.

Im Übrigen weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass private Grundstückseigentümer zwar die Beseitigung herüberragender Äste bis zu einer Höhe von drei Meter, nicht jedoch die Fällung eines Baumes verlangen könnten. Das anfallende Laub oder herabfallende Früchte städtischer Bäume müssten von den Grundstückeigentümern geduldet und auf eigene Kosten beseitigt werden.

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