Anwohner erhalten Führung durch die Ausstellung

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 Anwohner von Jersey-, Tunnelweg und Guernseyallee erhielten eine Führung durch die Lager-Lindele-Ausstellung.
Anwohner von Jersey-, Tunnelweg und Guernseyallee erhielten eine Führung durch die Lager-Lindele-Ausstellung. (Foto: Helga Reiser)
Schwäbische Zeitung

Kurz bevor die Ausstellung „Lager Lindele – Leben hinter Stacheldraht endete, hat der Freundeskreis Guernsey für Anwohner des Jerseywegs und Tunnelwegs sowie Nachbarn der Guernseyallee eine Führung angeboten. Die Besucher erfuhren, woher der Name der Straße kommt, in der sie wohnen.

Rotraud Rebmann vom Freundeskreis Guernsey erklärte die Geschichte des Lagers Lindele, das in unmittelbarer Nachbarschaft des Neubaugebiets lag. Ursprünglich gebaut 1939 als Wehrmachtskaserne wurde das Areal bald zum Offizierslager, aus dem im September 1941 26 britischen Offizieren die Flucht durch einen Tunnel gelang. Von November 1941 bis Februar 1942 dienten die Baracken als Lager vor allem für sowjetische Kriegsgefangene, von denen viele auf Grund von Auszehrung und Krankheiten starben. Sie sind heute auf dem Russischen Friedhof begraben.

Die Guernseyallee und der Jerseyweg gehen zurück auf die britischen Bewohner der Kanalinseln, die ab September 1942 im Lager Lindele interniert waren. Rotraud Rebmann konnte Interessantes zu den einzelnen Ausstellungsstücken berichten, von denen viele vom Museum Guernsey zur Verfügung gestellt wurden.

Der Vorsitzende von „Städte Partner Biberach“, Hans-Bernd Sick, stellte den Verein mit den fünf Partnerstädten und dem Freundeskreis Guernsey vor. Helga Reiser, die den Ausschuss zusammen mit Claudia Zweil leitet, bedankte sich für das rege Interesse der Besucher mit einem Biberach-Guernsey Anstecker und regte weitere Begegnungen zwischen den Anwohnern und dem Freundeskreis Guernsey an.

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