AMC-Sextett aus Biberach meistert Herausforderung Erzbergrodeo

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Schwäbische Zeitung

Sechs Fahrer des AMC Biberach haben sich der Herausforderung beim 25. Erzbergrodeo gestellt. Die Veranstaltung bei Eisenerz (Österreich) gilt als das härteste Endurorennen der Welt. Drei AMC-Fahrer wollten von vornherein nur den Prolog so erfolgreich wie möglich absolvieren, die anderen drei hatten ehrgeizigere Ziele: den „Red Bull Hare Scramble“ bewältigen. Julian Braig schaffte es dabei bis ins vordere Drittel, er erreichte den 132. Platz.

Das „Red Bull Hare Scramble“ ist eine persönliche Herausforderung für jeden Teilnehmer. 1500 Fahrer aus der ganzen Welt hatten sich gemeldet, um sich im Prolog einen der 500 Startplätze für das Hauptrennen zu erkämpfen. Die Prologstrecke war zum Teil bis zu 30 Meter breit und ging 13,5 Kilometer den Berg hoch. Jeder Fahrer hatte an zwei Tagen hintereinander die Möglichkeit, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Das bessere Resultat wurde für die Endwertung genommen. Gestartet wurde immer im 20-Sekunden-Takt.

Sehr gute Sichtbedingungen

Da es in der Nacht noch mal geregnet hatte, waren die Sichtbedingungen für die Fahrer sehr gut, weil staubfrei. Trotzdem war es für die Fahrer mit niedrigeren Startnummern noch besser zu fahren. Der letzte Starter an Tag zwei hatte dann immerhin die Spuren von dreitausend Fahrern vor ihm zu bewältigen. Larissa Mayer und Thorsten Roth waren mit den Startnummern 756 und 757 die ersten AMC-Fahrer, die auf die Piste durften. Dahinter folgten Philipp Dangel (Startnummern: 758) Julian Braig (870), Lukas Kerler (1197) und Andreas Braig (1555).

 Julian Braig erzielte die beste Platzierung für den AMC Biberach im „Red Bull Hare Scramble“ beim 25. Erzbergrodeo.
Julian Braig erzielte die beste Platzierung für den AMC Biberach im „Red Bull Hare Scramble“ beim 25. Erzbergrodeo. (Foto: AMC Biberach)

Larissa Mayers größte Herausforderung war es, die Auffahrt zu bewältigen, was ihr an beiden Tagen mit den Plätzen 20 und 21 gut gelang. In der Lady-Gesamtwertung erreichte sie damit Rang 21 mit fünf Minuten Rückstand auf die Siegerin Laia Sanz. Thorsten Roth war insgesamt der beste AMC-Fahrer im Prolog mit den Plätzen 343 und 282.

In der Gesamtwertung wurde er damit 350. Lukas Kerler fand schwierigere Bedingungen vor, ein Sturz im ersten Lauf warf ihn zurück, er verbuchte die Plätze 1197 und 1035. „Beim zweiten Lauf war die Strecke logischerweise noch kaputter, ich habe aber dann oftmals bessere Linien gefunden“, sagte Kerler, der in der Endwertung auf Rang 1185 kam.

Für Philip Dangel, Julian Braig und Andreas Braig ging es beim Prolog um den Startplatz fürs „Hare Scramble“. Julian Braig sicherte sich mit den Rängen 338 und 315 den 365. Platz. Dangel schloss die Gesamtwertung auf Rang 375 ab, Andreas Braig erreichte trotz hoher Startnummer insgesamt Platz 466.

Im Hauptrennen startete Julian Braig als erster AMC-Fahrer. Er kam auch als einer der Ersten aus seiner Startreihe heraus und war am Starthang oben schon der Zweite seiner Reihe. Bei „Rocket Ride“ konnte er dann nochmals einen Fahrer seiner Startreihe überholen. Die Checkpoints Badewanne, Wasserleitung und Drei-König bewältigte er gleich im ersten Anlauf, brauchte dann bei Checkpoint acht („Repository“) etwas mehr Zeit, konnte dann aber wieder flüssig fahren und meisterte die drei folgenden Abschnitte ebenfalls im ersten Versuch.

Nach 3:38:11 Stunden passierte Julian Braig Checkpoint 16, der nächste wäre der „Burping Stones“ gewesen, ein kleineres Steinfeld, welches ihm als ehemaligem Trialer vermutlich keine Probleme bereitet hätte. Da es jedoch von Fahrern vor ihm blockiert war, die nicht durchkamen, schaffte er es in der vorgegebenen Zeit nur noch bis zur Hälfte des Checkpoints. So landete Julian Braig letztlich auf dem 132. Platz in der Gesamtwertung.

Dangel blieb gleich beim ersten Steilhang an einem Fels hängen. Auch beim Checkpoint „Badewanne“ benötigte er zwei Anläufe. Im „Zumpferl Wald“ hatte er schwer zu kämpfen, die Kraft schwand immer mehr. Beim Checkpoint „Zentrum am Berg“ brauchte der AMC-Fahrer mehrere Versuche um hochzukommen, kurz darauf war für Dangel dann endgültig Schluss. Er traf dann auf Andreas Braig, der hinter ihm aus der letzten Startreihe gestartet war, mit den Hängen und Steinen als ehemaliger Trialer aber weniger Probleme und Dangel überholt hatte. Gemeinsam beschlossen beide, die verbleibenden zehn Minuten nicht mehr zu nutzen, sondern zurückzufahren. In der Endwertung hieß das Platz 382 für Andreas Braig und Rang 399 für Philip Dangel.

Mit Graham Jarvis gewann das Hauptrennen erneut ein ehemaliger Trialer, der den Berg in 2:26:46 Stunden bewältigte.

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