Altenpflegehelfer feiern Abschluss an Matthias-Erzberger-Schule

Lesedauer: 4 Min
Schüler mit Migrationshintergrund meisterten in zwei Ausbildungsjahren große Herausforderungen.
Schüler mit Migrationshintergrund meisterten in zwei Ausbildungsjahren große Herausforderungen. (Foto: Matthias-Erzberger-Schule)
Schwäbische Zeitung

Nach zwei Jahren Ausbildung mit intensiver Deutschförderung hat die Matthias-Erzberger-Schule (MES) fünf frisch geprüfte Altenpflegehelferinnen und sieben Altenpflegehelfer in die Arbeitswelt entlassen. Das teilt die MES in einer Pressemeldung mit.

Ermöglicht hat diese Ausbildung das Landratsamt Biberach im Rahmen der Landesinitiative „Ausbildungs- und Qualitätsoffensive Altenpflege 2012–2015“, um mehr Personen mit Migrationshintergrund für eine Ausbildung in der Pflege zu gewinnen. Leicht sei diese Aufgabe weder für die Schüler noch für die unterrichtenden Theorie- und Praxislehrkräfte gewesen, berichtet die Schule. Neben der intensiven Sprachförderung seien enorme Anstrengungen nötig, um sich auf das Niveau der Fachsprache zu begeben, schriftliche Ausarbeitungen für die Praxisbesuche sowie Berichte zu verfassen und nicht zuletzt die Fragen der Klassenarbeiten richtig zu verstehen und zu beantworten.

„Umso mehr freuen wir uns über die erbrachten beachtlichen Leistungen, da die Schülerinnen und Schüler nicht nur diesen allgemeinen Schwierigkeiten getrotzt haben, sondern im Coronajahr ihren Aufgaben in den Einrichtungen in besonderem Maße nachgekommen sind“, sagt Klassenlehrerin Kati Kästner stellvertretend für ihr Team der Berufsfachschule für Altenpflege der MES.

Für gute Leistungen erhält Jabel Sissoho eine Belobigung.

Die Urkunde für den Beruf Altenpflegehelfer/in erhalten: Mohammad Al Tayyar (Charleston Holding Pflegezentrum Schlosspark Warthausen), Amer Alsalameh (St.-Elisabeth-Stiftung, Pflegeheim Laupheim), Amadu Bah (St. Elisabeth GmbH, Pflegeheim Riedlingen), Djibril Bah (Römergarten Residenzen Schemmerberg), Khadiga Haidar (Bürgerheim Biberach), Foday Fofana (ZfP Bad Schussenried, Abt-Siard-Haus), Homa Jawied (Bürgerheim Biberach), Sinidu Negese (ASB-Seniorenheim an der Rottum, Laupheim), Jabel Sissoho (Bürgerheim Biberach), Anas Snobar (Charleston Holding, Pflegezentrum Schlosspark Warthausen), Douha Yass (Charleston Holding, Pflegezentrum Schlosspark Warthausen).

Einen großen Anteil an dem Erfolg der Schüler habe auch der CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands), betont die MES in ihrer Pressemitteilung. Katja Schirrmeister habe die Schüler mit ihren Kolleginnen seit September 2019 mit dem Programm „Modus“ durch Beratungs- und Hilfsangebote zusätzlich zu Schule und Betrieb unterstützt. Im kommenden Schuljahr wird es keine Klasse mit intensiver Deutschförderung geben. „Da der gesellschaftliche Bedarf an Pflegeberufen ungebrochen ist und noch weiter steigt, hoffen wir, bald wieder genügend Interessenten zu gewinnen“, heißt es in der Pressemeldung abschließend.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade