Als Ted Herold in der Biberacher Gigelberghalle rockte

Ted Herold zusammen mit der Biberacher Band Fantastic Formation beim Auftritt in der Laupheimer Diskothek „Moonlight“ im Jahr 19
Ted Herold zusammen mit der Biberacher Band Fantastic Formation beim Auftritt in der Laupheimer Diskothek „Moonlight“ im Jahr 1988: (v. l.) Karl-Ernst Ruoss, Anne Ottenbacher-Hopf, Ted Herold und Jack Krispin. (Foto: privat)
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Ted Herold (79) ist am Wochenende zusammen mit seiner Frau bei einem Wohnungsbrand in Dortmund ums Leben gekommen. Der Sänger, der Ende der 1950er-Jahre als der „deutsche Elvis“ galt, stand in den 1980er-Jahren auch zweimal mit der Biberacher Band Fantastic Formation in der Region auf der Bühne. Deren Keyboarder Peter Hopf erinnert sich noch gerne an diese Zeit.

„Als ich die Nachricht von Ted Herolds Tod hörte, kamen bei mir nostalgische Erinnerungen auf“, sagt Hopf. Zusammen mit seiner Frau Anne (Gesang), Jack Krispin (Gitarre), Karl- Ernst Ruoss (Gitarre, Keyboard), Eugen Dreher (Bass) und Manfred Birth (Schlagzeug) bildete er ab Ende der 1970er-Jahre die Oldie-Coverband Fantastic Formation. „Wir hatten damals einen großen Fankreis, Auftritte in Clubs und Hallen in der Region und auch im Rundfunk“, erzählt Hopf. „Unser Markenzeichen war unser toller Chorsatzgesang, und Rock’n’Roll war unser Ding“, sagt der heute 73-Jährige.

Erst war er nicht so überzeugt

Zusammen mit dem damaligen Biberacher „Wochenblatt“-Chefredakteur Wolfgang Gröner hatte die Band die Idee, jährlich einen großen Faschingsball unter dem Motto „Crazy Biber“ in der Gigelberghalle zu veranstalten und dazu große Rock-’n’-Roll-Bands aus früheren Zeiten als Hauptattraktion einzuladen. So spielten in den 80ern unter anderem The Lords, The Platters oder eben auch Ted Herold 1981 auf der Bühne der Gigelberghalle. „Wir waren dabei normalerweise immer die Vorband“, erzählt Hopf.

Weil Ted Herold keine Band hatte, habe man angeboten, dass die Fantastic Formation ihn beim Auftritt in Biberach begleite. „Im Vorgespräch war er davon erst nicht so richtig überzeugt“, erinnert sich Hopf, „aber als er dann mit uns auf der Bühne stand, war er total begeistert.“ So begeistert, dass er die Biberacher Band einige Jahre später erneut engagierte, als er in der Laupheimer Diskothek „Moonlight“ auftrat. „Er wollte danach noch weitere Auftritte mit uns machen, das hat aber dann nicht mehr geklappt“, sagt Hopf.

Band löste sich 1989 auf

Die Fantastic Formation löste sich um 1989 auf. „Es begann die Zeit, als die jungen Leute immer später abends erst das Haus verließen, um dann bereits angetrunken bei Konzerten oder Partys aufzutauchen“, erinnert sich Hopf, „da hat es dann irgendwann keinen Spaß mehr gemacht.“ Und im Übrigen habe man auch nicht gewollt, „dass am Ende unsere Enkel bei unseren Auftritten vor der Bühne stehen“, meint er lachend.

Als die Nachricht von Ted Herolds Tod kam, seien einige WhatsApp-Nachrichten mit alten Fotos zwischen den ehemaligen Bandmitgliedern hin- und hergeschickt worden. „Da haben wir uns wieder an die schöne gemeinsame Zeit erinnert“, so Hopf.

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