Alles geben für das Pokalfinale

Lesedauer: 5 Min
 Lukas Ries und der FC Mittelbiberach haben im Pokal-Halbfinale die SF Schwendi zu Gast.
Lukas Ries und der FC Mittelbiberach haben im Pokal-Halbfinale die SF Schwendi zu Gast. (Foto: Volker Strohmaier)
Gerhard Kirchenmaier

Das Halbfinale im diesjährigen Fußball-Bezirkspokal Riß, das am Donnerstag, 2. Mai, ausgetragen wird, bezieht aus einer besonderen Konstellation den Reiz: Nach längerer Zeit stehen wieder zwei A-Ligisten in der Vorschlussrunde. Der Siebte der Kreisliga A I, der FC Bellamont, hat Bezirksliga-Tabellenführer SV Mietingen zu Gast, der FC Mittelbiberach als aktueller Dritter der A I empfängt den Bezirksligisten SF Schwendi. Anpfiff ist bei beiden Partien um 18 Uhr.

FC Bellamont – SV Mietingen: Der Einzug ins Halbfinale ist bisher der größte Erfolg in der Pokalgeschichte der Blau-Weißen. Gegen die zu erwartende Offensivwucht des souveränen Bezirksliga-Tabellenführers wünscht sich Bellamonts Trainer Manuel Lutz vorab schon mal eine gut funktionierende Abwehrkette und dahinter einen Torwart, der an diesem besonderen Tag vielleicht über sich hinauswachsen kann. Im Spiel nach vorn soll Torjäger Uwe Martin die Fäden spinnen, er verfügt als einer der wenigen FCB-Akteure über Bezirksliga-Erfahrung. Die Hoffnungen des A-Ligisten basieren letztlich auf folgendem Rezept: Der Favorit aus Mietingen bringt nicht alle Prozent auf den Platz und selbst erwischt man einen Sahnetag.

Genau davor warnt Gästetrainer Reiner Voltenauer jedoch im Vorfeld der Partie eindringlich. In der Bezirksliga steuern die Gäste auf direktem Weg der Meisterschaft zu, ohne Umwege agierten zuletzt auch wieder die Offensivkräfte des SVM vor dem gegnerischen Tor. In den jüngsten drei Partien gab es im Schnitt vier Tore , die Aussicht auf ein mögliches Double sollte eine der derzeit besten Mannschaften im Bezirk Riß zusätzlich beflügeln. Alle diese Fakten, der Klassenunterschied und die überragende Form favorisieren den Bezirksliga-Primus, der mit viel Selbstvertrauen, aber auch mit dem nötigen Respekt die Pokalaufgabe angeht. Am Ende des Tages zählt aber nur der Einzug ins Bezirkspokal-Finale.

FC Mittelbiberach SF Schwendi: Von allen vier Halbfinalisten hatte der FCM den anspruchsvollsten Weg in die Runde der letzten Vier zu gehen. Neben den zwei Ligakonkurrenten Erolzheim und Unterschwarzach schaltete das Team von Spielertrainer Marcin Zukowski die Bezirksligisten Achstetten und Ringschnait aus. Für die geplante Rückkehr ins Bezirksoberhaus war für den Dritten der Kreisliga A I das überraschende Remis beim SV Dettingen II ein kleiner Dämpfer, der FCM hat aber die Direktduelle gegen die führenden Teams noch vor sich. Gegen den Bezirksligisten rechnet man sich bei den offensiv sehr starken Mittelbiberachern trotz der verpatzten Generalprobe reelle Siegchancen aus.

Die meisten Akteure der Sportfreunde waren im Vorjahr mit der Ausrichtung des Pokalfinals auf dem eigenen Sportgelände beschäftigt, in diesem Jahr will man jedoch zu den sportlichen Hauptdarstellern im Endspiel gehören. In der Liga reichte es für den Bezirksliga-Siebten zuletzt immerhin zu zwei torlosen Remis gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel, zumindest in der Abwehr liegt die Mannschaft um Trainer Stefan Wiest also auf einem gutem Kurs. In der Offensive könnte man den zuletzt fehlenden Torjäger Tobias Mayr dringend gebrauchen. Die Sportfreunde Schwendi standen letztmals vor vier Jahren in einem Pokal-Semifinale, anders wie damals will man sich nun nicht mehr stoppen lassen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen