39 600 Euro an Leserspenden fließen in die Region Biberach

 Die Vertreter der einzelnen Initiativen freuen sich mit dem Team der „Schwäbischen Zeitung“ über die hohe Spendensumme der Lese
Die Vertreter der einzelnen Initiativen freuen sich mit dem Team der „Schwäbischen Zeitung“ über die hohe Spendensumme der Leser. (Foto: Markus Dreher)
Redaktionsleiter

Fluchtursachen bekämpfen – das ist die Maßgabe der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ der „Schwäbischen Zeitung“. Elf Initiativen aus dem Raum Biberach, die sich in aller Welt für dieses Ziel einsetzen, erhalten aus der Weihnachtsaktion jeweils eine Spende in Höhe von 3600 Euro. Insgesamt konnten so bei der symbolischen Spendenübergabe also 39 600 Euro für die Arbeit der einzelnen Initiativen verteilt werden. Was mit dem Geld geplant ist, zeigt die folgende Übersicht.

Stiftung „Heimat geben“: Pater Alfred Tönnis aus Oggelsbeuren ist erst vorige Woche wieder aus Syrien zurückgekehrt. Seine Stiftung hat als ein Ziel, ein Krankenhaus in der Stadt Homs mit 45 Betten zu übernehmen und zu betreiben. Von der SZ-Spende hat er 200 Winterjacken gekauft und diese an syrische Waisenkinder verteilt.

Kinderhilfe Ugwaku: Der frühere Biberacher Pfarrer Paul Odoeme hilft Kindern in seinem nigerianischen Heimatdorf Ugwaku, indem er dort seit Jahren Bildungseinrichtungen baut. Die Spende aus der aktuellen SZ-Weihnachtsaktion fließt in den Bau einer beruflichen Schule, in denen die Jugendlichen handwerkliche Berufe erlernen können. Baubeginn soll Mitte 2020 sein.

Verein Ushirika: Seit rund neun Jahren berteibt der Verein von Gottfried Veihelmann und Kathy McMillan aus Uttenweiler eine handwerkliche Schule in einem Dorf im Landesinneren von Kenia. 550 Schüler haben dort inzwischen einen Abschluss erreicht. Die Spende wird nun für den Bau einer Schulküche mit direkter Wasserversorgung verwendet.

Förderverein Piéla-Bilanga: Der Verein aus Ochenhausen engagiert sich in den im Vereinsnamen genannten Städten in Burkina Faso (Westafrika) seit 37 Jahren beim Bau von Schulen. Das Spendengeld wird für den Kauf von Büchern für rund 1000 Schüler an drei Gymnasien eingesetzt.

Himalayan Project: Seit 2005 gibt es den Verein von Michael Höschele aus Biberach, der in der nepalesischen Region Lurpung im Bereich der Bildung, aber auch in der Soforthilfe, zum Beispiel nach dem großen Erdbeben 2015. Im vergangenen Dezember hat der Verein fünf von ihm errichtete Schulen eingeweiht. Die Spende soll für den Bau weiterer Schulen und die Instandsetzung einer 14 Kilometer langen Wasserleitung genutzt werden.

Arbeitskreis Entwicklungspolitik (AKE): Der Biberacher Verein von Alfons Siegel engagiert sich mit öffentlichen Veranstaltungen zur Entwicklungspolitik im Bereich der politischen Bildung. Außerdem fördert er aktuell ein Projekt der Nichtregierungsorganisation Don Bosco Mondo (Bonn), die im ghanaischen Sunyani ein Berufsausbildungszentrum betreibt. Die für 280 Schüler gedachte Einrichtung wird inzwischen von 700 besucht und muss dringend erweitert werden. Dafür soll die SZ-Spende verwendet werden.

Indienprojekt der Gebhard-Müller-Schule Biberach: Dieses Projekt haben die beiden Lehrer Ralph Lang und Imke Frodermann ins Leben gerufen. Finanziert wird eine Schule für 65 Kinder in der Wüste Thar, um die Kinder vor der Arbeit in Steinbrüchen zu bewahren. Damit die Eltern für ihre Kinder sorgen können, arbeiten sie oft selbst im Steinbruch und sind dort dem gefährlichen Staub ausgesetzt, der die Lunge verstopft. Mit der SZ-Spende werden Gesundheitsberatung sowie Schutzmasken finanziert. Fünf Euro kostet das pro Person.

Weltladen Biberach: Der Verein Weltladen Biberach will mit seinem Geschäft in der Schadenhofstraße „einen Markt für Produkte aus dem globalen Süden schaffen“, sagt Vorsitzende Silvia Sonntag. Mit der Spende möchte der Weltladen das Indienprojekt der Gebhard-Müller-Schule unterstützen (siehe vorherige Projektbeschreibung).

Verein Tanora: Erstmals zum Kreis der Spendenempfänger gehört der Verein Tanora von Gerold Dobler und Christiane Guerra-Dobler. Er verwendet die Spende für den Bau des Bürger- und Jugendzentrums in Ambalabe (Madagaskar). Mit den 3600 Euro sind die benötigten 15000 Euro so gut wie erreicht. Der Baubeginn soll noch im ersten Halbjahr 2020 erfolgen, die Inbetriebnahme Ende des Jahres. Alle Bauarbeiten werden ehrenamtlich von Bewohnern Ambalabes ausgeführt.

Ubuntu: Dahinter verbirgt sich ein Müttertreff der Caritas für geflüchtete Frauen aus Syrien und Afghanistan in der Waldseer Straße. Rund 15 Frauen kommen regelmäßig dorthin und entkommen so ihrer Einsamkeit. Eine arabisch sprechende Hebamme unterstützt die Frauen. Die Spenden wird für Spielsachen und gemeinsame Ausflüge verwendet.

Livingroom: Der Livingroom in den Räumen am Kesselplatz wird von Mitarbeitern der Ökumenischen Flüchtlingsarbeit von Caritas und Diakonie betreut. In den vergangenen Jahren ist das Angebot dort immer differenzierter geworden. So erhalten Flüchtlinge Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und Dokumenten, bei Behördengängen, bei der Sprachbegleitung oder auch beim Verfassen von Bewerbungen und bei der Wohnungssuche. Dazu ist ein Internetzugang dringend erforderlich, der über die Spende aus der Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ finanziert werden soll.

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