38 bestätigte Coronafälle - Landratsamt ordnet Schließung von Buden an

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 Bereits am Wochenende hätten vereinzelt Corona-Partys im Landkreis stattgefunden, zu denen Jugendliche spontan eingeladen hätte
Bereits am Wochenende hätten vereinzelt Corona-Partys im Landkreis stattgefunden, zu denen Jugendliche spontan eingeladen hätten, berichtet der Kreisjugendring. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)
Schwäbische Zeitung

Das Kreisgesundheitsamt hat am Dienstag insgesamt 26 weitere bestätigte Coronafälle gemeldet.

Am vergangenen Donnerstag fand eine Gemeinderatssitzung in Wain statt. Unter den Teilnehmern war ein Besucher, der positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Das Ergebnis liegt seit 17. März, 19 Uhr, vor. Der Bürgermeister wurde informiert.

Personen, darunter vier Betreuer, die in einem Bildungsinstitut im Landkreis leben, wurden ebenfalls positiv getestet und häuslich isoliert. Das Bildungsinstitut steht unter Quarantäne.  Bei der Einrichtung handelt sich nach SZ-Informationen um das Humboldt-Institut Bad Schussenried.

Drei junge Frauen im Alter zwischen 28 und 35 Jahren wurden nach ihrer Rückkehr aus Ischgl am 8. März positiv auf das Coronavirus getestet. Sie weisen leichte Symptome auf und leben in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen.

Zudem wurden drei Männer im Alter von 55, 56 und 60 Jahren, die in Ischgl waren, ein weiterer 56-jähriger Kreisbewohner und eine 46-jährige Frau positiv getestet. Auch diese Personen sind in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt ermittelt auch hier derzeit die Kontaktpersonen.

Die Zahl der bestätigten Coronafälle im Landkreis Biberach beläuft sich damit auf 38 (Stand Dienstag, 17. März, 19 Uhr).

Soziale Kontakte, persönliche Treffen untereinander sind weitestgehend einzuschränken und auf das zwingend notwendige Maß zu reduzieren. Deshalb umfassen die derzeit bestehenden Regelungen, wonach Veranstaltungen und Versammlungen im Landkreis nicht mehr stattfinden dürfen, auch Jugendbuden und Buden im Landkreis. Darauf weist das Landratsamt hin.

Entsprechend den bestehenden Regelungen sind Buden und Jugendbuden ausnahmslos zu schließen und deren Betrieb ist sofort einzustellen. Der Kreisjungendring weist in einer Pressemitteilung ebenfalls darauf hin.

Jugendliche sollen auf Corona-Partys verzichten

Der Kreisjugendring Biberach bittet derweil um Solidarität mit besonders gefährdeten Personengruppen und appelliert deshalb an alle Kinder, Jugendlichen und Eltern die eingeleiteten Maßnahmen zu unterstützen und sich ab jetzt nicht mehr auf Spielplätzen, in Buden, Gruppenräumen oder privat in Gruppen zu treffen. Das teilt der Kreisjugendring in einer Pressemeldung mit.

Seitdem die Schulen im Landkreis Biberach geschlossen und alle Veranstaltungen und Versammlungen für die nächsten Wochen untersagt sind, könne bei Kindern und Jugendlichen schnell Langeweile aufkommen.

Bereits am Wochenende hätten vereinzelt Corona-Partys im Landkreis stattgefunden, zu denen Jugendliche spontan eingeladen hätten. Das Robert-Koch-Institut warne jedoch ausdrücklich davor, dass Kinder, die oft kaum Symptome zeigten, trotzdem den Erreger übertragen könnten. Dadurch werden sie zur Gefahr für Kranke und ältere Menschen.

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