2000 Corona-Tests aus Region nicht rechtzeitig analysiert: Was Betroffene jetzt wissen müssen

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Es handelt sich insgesamt um rund 2000 Proben. Davon stammen die meisten Proben - rund  1000 - aus dem Kreis Tübingen.
Es handelt sich insgesamt um rund 2000 Proben. Davon stammen die meisten Proben - rund 1000 - aus dem Kreis Tübingen. (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)
Schwäbische Zeitung

Ein privates Labor aus der Region Oberschwaben hat verschiedenen Gesundheitsämtern im Land am Sonntag mitgeteilt, dass die ihm in der vergangenen Woche zur Auswertung übergebenen Coronavirus-Proben auf Grund nicht vorhandener zur Testung notwendiger Chemikalien zum Großteil nicht rechtzeitig analysiert werden konnten.

Sie sind laut einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums und der betroffenen Landkreise Tübingen, Biberach, Ravensburg und Bodenseekreis, zum Teil nicht mehr verwertbar.

Es handelt sich insgesamt um rund 2000 Proben. Davon stammen die meisten Proben - rund  1000 - aus dem Kreis Tübingen, der Rest aus den genannten Kreisen. Wie ein Sprecher des Landkreises Biberach sagte, sollen rund 270 der betroffenen Proben von dort stammen.

Nach Informationen von Schwäbische.de ist wahrscheinlich auch eine niedrige, dreistellige Zahl von Proben aus dem Landkreis Tuttlingen betroffen.

"Das Vorgehen des Labors hält alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger weiter in Ungewissheit und ist nicht akzeptabel", heißt es in der Mitteilung von Seiten des Ministeriums. Es hat sich deshalb mit den betroffenen Landkreisen auf folgendes Vorgehen verständigt:

  • Personen, bei denen im Zeitraum zwischen 14.bis 18. März in den genannten Kreisen eine Probenahme auf das Coronavirus erfolgte und die bis heute noch kein Ergebnis erhalten haben und die jetzt noch grippeähnliche Symptome sowie Fieber von mindestens 38 Grad Celsius haben, werden gebeten, sich umgehend mit ihrem zuständigen Gesundheitsamt (im Landkreis Ravensburg: mit dem jeweiligen niedergelassenen Arzt, der den Test veranlasst hat) in Verbindung zu setzen.
  • Für diese Personen soll es eine Nachtestung geben.
  • Bei Personen, die jetzt keine grippeähnlichen Symptome mehr haben, kann mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass das Testergebnis negativ ausgefallen wäre. Sollten diese Personen in den kommenden Tagen jedoch erneut solche Symptome und Fieber von mindestens 38 Grad Celsius entwickeln, werden auch sie darum gebeten, sich beim zuständigen Gesundheitsamt (im Landkreis Ravensburg: bei den niedergelassenen Ärzten) zu melden.

Parallel wird gemeinsam mit dem Labor geprüft, ob wenigstens noch ein Teil der dort vorhandenen Proben ausgewertet werden kann.

"Alle Beteiligten bedauern diese Entwicklung außerordentlich, werden jedoch alles tun, um wenigstens den jetzt noch deutlich Erkrankten Gewissheit zu verschaffen", so die Mitteilung weiter. 

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