1660 Ausbildungsstellen in der Region sind noch unbesetzt

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 Der Landkreis Biberach weist die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg auf.
Der Landkreis Biberach weist die mit Abstand niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg auf. (Foto: Patrick Pleul/dpa)
Schwäbische Zeitung

2148 Personen haben sich im Juni im Landkreis Biberach arbeitslos gemeldet. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 1,8 Prozent (Juni 2018: 1,9 Prozent). „Die Eins vor dem Komma ist ein Alleinstellungsmerkmal unter den Kreisen in Baden-Württemberg“, stellt Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ulm, erfreut fest. Die die niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg weisen nah dem Landkreis Biberach der Enzkreis, der Alb-Donau-Kreis und der Bodenseekreis mit jeweils 2,1 Prozent auf.

Die Personalnachfrage im Bereich der Agentur für Arbeit Ulm legte im Vergleich zu den Vormonaten im Juni wieder zu, insbesondere bei den Personaldienstleistern. Regionale Arbeitgeber meldeten 1539 neue Stellen, 214 mehr als im Mai und 62 mehr als im Vorjahr. „Der hohe Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften hält an“, so die Arbeitsagentur.

Im laufenden Berufsberatungsjahr meldeten sich bislang 2592 Bewerber für Berufsausbildungsstellen. Davon waren im Juni noch 957 Bewerber auf Ausbildungssuche, 51 weniger als vor einem Jahr. Regionale Ausbildungsbetriebe meldeten bis dato 4088 Ausbildungsstellen, 174 mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon waren im Juni noch 1660 unbesetzt. Die meisten noch offenen Angebote im Juni gab es für: Einzelhandelskaufmann, Verkäufer, Fachkraft Lagerlogistik, Kaufmann für Büromanagement, Bäckereifachverkäufer, Handelsfachwirt (Ausbildung), Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Koch, Maurer und Zahnmedizinischer Fachangestellter.

Bei der örtlichen Agentur für Arbeit in Biberach, die überwiegend Kurzzeitarbeitslose betreut, waren im Juni 1210 Arbeitslose registriert. Dies sind 96 mehr als vor einem Jahr. Beim Jobcenter des Landkreises, das erwerbsfähige Leistungsberechtigte in der Grundsicherung für Arbeitssuchende betreut, hat sich die Zahl der Arbeitslosen auf 938 Personen verringert. Im Juni 2018 waren es 187 Personen mehr. In den ersten Jahreshälfte konnten 334 Arbeitsuchende (Vorjahr: 380) mit Unterstützung des Jobcenters in eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle vermittelt werden.

Um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen, nehmen derzeit 938 (Vormonat: 1013) Arbeitslosengeld-II-Bezieher an Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen teil. Zusätzlich werden vom Landkreis 405 Personen (Vormonat: 428) durch Leistungen wie Kinderbetreuung, Sucht-, psychosoziale Betreuung oder Schuldnerberatung unterstützt.

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