Wohnen und Feuerwehrhaus: Planungen für neues Quartier nehmen weitere Hürde

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 Mit dem ehemaligen Raiffeisengelände tut sich Mitten in Berkheim eine Entwicklungsfläche von mehr als 5000 Quadratmeter auf. 20
Mit dem ehemaligen Raiffeisengelände tut sich Mitten in Berkheim eine Entwicklungsfläche von mehr als 5000 Quadratmeter auf. 2020 sollen die Bauarbeiten starten. (Foto: Symbol: dpa)
Schwäbische Zeitung

Lange hat die Gemeinde Berkheim nach einem Konzept für altersgerechtes Wohnen gesucht. Älteren Menschen sollte es möglich gemacht werden, trotz Pflegebedarfs in der Heimatgemeinde bleiben zu können. Nun sind mit der Illersenio und der Wild Projektentwicklung Partner gefunden, die dieses Angebot schaffen können.

Mit dem ehemaligen Raiffeisengelände tut sich Mitten in Berkheim eine Entwicklungsfläche von mehr als 5000 Quadratmeter auf. Dabei handelt es sich um eine Fläche, die einst zum Teil Mülldeponie der Gemeinde war. „Diesen Teil des Areals können wir nicht verkaufen. Die Gemeinde wird immer die Verantwortung für die ehemalige Deponie tragen“, so Bürgermeister Walther Puza in einer Mitteilung. Die Gemeinde wird auf diesen Teil daher nun das neue Feuerwehrgerätehaus bauen.

In der Gemeinderatssitzung wurde die Ausschreibung der Gewerke beschlossen. Aktuell geht die Gemeinde von Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro für die Maßnahme aus. Dabei, so Puza, habe die Freiwillige Feuerwehr bereits alle Einsparmöglichkeiten geprüft und die Kosten reduziert. Doch gebe es viele Vorgaben, die einzuhalten seien. Der westliche Teil des Raiffeisengeländes ist unbelastet. Hier wurde in der Sitzung die Wild Projektentwicklung mit der Erarbeitung eines Bauantrags beauftragt. Basis dafür ist ein Konzept, dass der Gemeinderat mit der Berkheimer Firma sowie der Illersenio aus Vöhringen erarbeitet hatte. Es sieht einen Baukörper vor, der Wohnungen zwischen 40 und 80 Quadratmeter bietet, darunter auch nach den Vorgaben für den Sozialen Wohnungsbau.

Bezahlbarer Wohnraum

Für die Wohnungen können bedarfsgerecht Betreuungsangebote gebucht werden. Wichtig war dem Gemeinderat auch, dass in dem Komplex eine Tagespflege untergebracht wird, damit auch Externe Betreuungsangebote nutzen können. „Unser Ziel ist es ja, den Menschen so lange wie möglich das Leben in den eigenen vier Wänden zu erleichtern“, so Puza, „entweder über die Tagespflege oder über einen Umzug in die betreuten Wohnungen.“

Ebenfalls sollen in dem Quartier einige Reihenhäuser Platz finden, die bezahlbaren Wohnraum für Familien bieten und für eine Mischung der Generationen sorgen sollen. Geplant wird mit einem Baubeginn im kommenden Jahr.

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