Berkheim feiert Sankt-Willebolds-Fest

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 Die Willeboldsprozession mit dem Sarkophag ist der Höhepunkt am Sonntag .
Die Willeboldsprozession mit dem Sarkophag ist der Höhepunkt am Sonntag . (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die katholische Kirchengemeinde Berkheim feiert am Sonntag, 28. Juli, ihr Sankt-Willebolds-Fest. Bereits um 5 Uhr spielt die Musikkapelle Berkheim die Tagwache. Höhepunkt ist um 9 Uhr die Willeboldsprozession mit dem Sarkophag des Heiligen von der Kirche über die Hauptstraße zum Festplatz beim Kindergarten mit anschließendem Festgottesdienst, der vom Kirchenchor musikalisch mitgestaltet wird.

Die Festpredigt hält Dekan Ludwig Waldmüller aus Memmingen. Nach dem Gottesdienst findet beim Pfarrstadel ein Stehempfang statt. Der Festtag klingt aus mit der Sankt-Willebold-Gedächtnisfeier um 18 Uhr in der Pfarrkirche im Rahmen einer geistlichen Stunde mit den Illertaler Alphornbläsern unter der Leitung von Edgar Kunz und mit geistlichen Worten von Dekan Sigmund F. J. Schänzle.

Die sprachlich schönste Willeboldslegende, die zugleich auch die kürzeste ist, ist etwas über 250 Jahre alt und bringt neben Gebeten in verschiedenen Anliegen und Liedern in den „Drey Lobgesänglein von dem heiligen Willeboldo Graffen von Calb“ die Lebensbeschreibung, wie sie die Legende überliefert. Ein Graf von Calw hatte die Heimat verlassen und seine Pilgerreise an heilige Stätten angetreten.

Auf der Rückreise kam er als armer Pilger um Allerheiligen 1230 in das Dorf Berkheim, legte sich auf ein armseliges Lager in einer Scheuer und verstarb, ohne dass jemand seinen Namen erfuhr. Da gab Gott ein Zeichen, dass dies ein außerordentlicher Mann wäre: Die Kirchglocken fingen von selbst an zu läuten, man hörte Engelsgesang und himmlischer Wohlgeruch verbreitete sich in der Scheuer, wo der Pilger verschieden ist. Am Tage Allerseelen wurde der Leichnam auf dem Friedhof bestattet, und bald darauf entstand ein Zulauf der Gläubigen zum Grab des unbekannten Fremdlings.

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