Schwäbische Zeitung

Wie geht es mit dem Jugendtreff in Bad Schussenried weiter? Diese Frage beschäftigt die Jugendlichen schon lange. Entsprechend groß war das Interesse, als Bürgermeister Achim Deinet vergangenen Freitag in den Jugendtreff kam und zusammen mit Hauptamtsleiter Günter Bechinka die Jugendlichen über den aktuellen Stand der Verhandlungen zu informieren. Mehr als 35 Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren waren gekommen. Die Presse war zu der Veranstaltung nicht eingeladen.

„Wir Jugendlichen waren über die große Besucherzahl sehr froh und beeindruckt und hoffen, das dieses Signal auch bei den Verantwortlichen ankommt“, sagte Kevin Seibold, ein Jugendvertreter des Jugendtreffs New Point. Bald schon zwei Jahre zieht sich nun die Unsicherheit hin, wo der neue Jugendtreff entstehen könnte und wann der jetzige Standort abgerissen wird.

Laut Pressemitteilung des Haus Nazareth, dem Träger der Jugendarbeit in Bad Schussenried, konnten an diesem Abend die vielen Fragen der jungen Leute nicht alle zur Zufriedenheit beantwortet werden. Klar sei nun aber, dass das bisherige Gebäude des Jugendtreffs tatsächlich abgerissen wird und dieses offene Angebot für Kinder und Jugendliche zum Jahresende 2019 zunächst keine Bleibe mehr hat. Geeignete Räume privater Vermieter seien leider überhaupt nicht in Aussicht, so Bürgermeister Achim Deinet.

Im Gespräch seien inzwischen drei alternative Standorte für das neue Jugendhaus beziehungsweise den neuen Jugendraum. „Die beiden Standorte in der Biberacher Straße und im Klosterareal waren uns mehr oder weniger schon bekannt“, bestätigt Seibold, „die Jugendvertreter konnten bei einer Besichtigung ja bereits dabei sein. Beide Alternativen wurden jetzt offiziell nochmals bestätigt, wobei die Lokalpolitiker auch durchscheinen ließen, dass es gar eine dritte Möglichkeit geben könnte.“ Welches diese sei, dazu wollte Deinet noch keine genauen Details verraten, da es dafür noch zu früh sei.

Auf die möglichen Finanzmittel angesprochen, verwies Bechinka auf schon angesammelte kleinere Beträge. Mobiliar könne ja auch gebraucht erworben werden und die neuen Räume – sofern dann irgendwann tatsächlich vorhanden – könnten sicher von den Jugendlichen in Eigenregie kreativ umgebaut und renoviert werden. Der Abend endete in der Hoffnung auf eine Vertiefung des Dialogs zwischen der Schussenrieder Jugend und der Lokalpolitik – auch nach den anstehenden Kommunalwahlen.

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