Pflegedirektor Martin Holzke sieht die Kampagne als Chance, die Bedeutung der Pflege deutlich zu machen.
Pflegedirektor Martin Holzke sieht die Kampagne als Chance, die Bedeutung der Pflege deutlich zu machen. (Foto: Rieke Mitrenga)
Schwäbische Zeitung

Sie begleiten, motivieren, spenden Trost und setzen sich täglich für die Versorgung psychisch kranker Menschen ein: Im Zentrum für Psychiatrie (ZfP Südwürttemberg leisten rund 2000 Pflegekräfte eine unerlässliche Arbeit. Grund genug, um mit der Kampagne „Yes we care“ auf die Pflege aufmerksam zu machen.

Welche Aufgaben haben Pflegekräfte im ZfP Südwürttemberg? Kann ich in Teilzeit arbeiten? Welche gesundheitsfördernden Angebote stellt das ZfP seinen Mitarbeitenden zur Verfügung? Und was ist eigentlich die generalistische Pflegeausbildung? Diese und viele weitere Informationen rund um Pflege und Ausbildung im ZfP stehen auf der neuen Website www.yeswecare.de zur Verfügung. Das ZfP Südwürttemberg wirbt zudem über verschiedenste Plattformen für den Pflegeberuf. So sind unter anderem mehrere Busse in der Region unterwegs und in den Kinos läuft ein kurzer Spot zur Pflegeausbildung. Zudem werden Webbanner geschaltet, Postkarten verschiedenen Wochenblättern beigelegt und Aufkleber verteilt. Auch auf Instagram #yes.wecare gibt es Aktuelles und Wissenswertes zum Thema.

„Es ist eine Chance, der Gesellschaft die Bedeutung der Pflege deutlich zu machen und zu zeigen, dass uns das im ZfP wichtig ist“, begründet Martin Holzke, Pflegedirektor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm im ZfP Südwürttemberg, die Kampagne. Rund die Hälfte aller Mitarbeiter des Unternehmens sind Pflegekräfte.

Hochwertige Pflege kann nur mit ausreichendend qualifiziertem Personal ermöglicht werden. „Mit der Kampagne möchten wir natürlich auch Menschen für unser Unternehmen gewinnen, die in den Beruf einsteigen möchten oder die Berufsbildung schon abgeschlossen haben“, ergänzt Holzke. Die Mitarbeitergewinnung ist in Zeiten des Fachkräftemangels und demografischen Wandels unerlässlich. „Im Moment können wir offene Stellen noch gut besetzen, aber wir merken, dass die Zahl der Bewerbungen insgesamt rückläufig ist und wollen jetzt schon reagieren.“

Hans-Peter Elsässer-Gaißmaier, Pflegedirektor am Standort Bad Schussenried des ZfP, weiß: „Die Pflege muss es schaffen, junge Menschen für das Berufsfeld zu begeistern.“ Dazu gehört auch, offen zu vermitteln, wie der Beruf attraktiv gestaltet werden kann.

An mehr als 20 Standorten im ambulanten, teil- und vollstationären Bereich können Pflegekräfte im ZfP arbeiten – entweder im Team oder eher selbstständig. Und auch die Einsatzgebiete sind vielfältig: Die Arbeit umfasst Pflege und Betreuung von Kinder- und Jugendlichen, alten Menschen, Suchtkranken, psychisch kranken Behinderten oder Menschen mit Psychosen. Holzke schätzt ebendiese die Vielfalt: „Das Tätigkeitsfeld ist riesig. Da wird es einem nie langweilig.“ Elsässer-Gaißmaier betont: „Es ist einfach ein toller Beruf, der viel Spaß und Abwechslung bietet und auch, entgegen der weitläufigen Meinung, nicht schlecht bezahlt ist.“

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