Stadtverwaltung Bad Schussenried: Keine Veranstaltungen mit mehr als 200 Personen

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Schwäbische Zeitung

Alle Veranstaltungen, bei denen in Bad Schussenried mehr als 200 Menschen zusammen gekommen wären, sind für die nächsten vier Wochen abgesagt. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag mit.

Der Verwaltungsstab der Stadt Bad Schussenried sei am Donnerstagnachmittag zusammengetreten. Kernthema seien die geplanten Veranstaltungen in Bad Schussenried gewesen, teil die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Sechs Personen waren als Kontaktpersonen in der vergangenen Woche in Bad Schussenried betroffen. Die Testergebnisse bestätigten bei allen Personen keine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS CoV2. Wie sich die Lage weiter entwickelt, sei aktuell aber schwer abschätzbar.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, habe der Verwaltungsstab der Stadt daher die nicht einfache Entscheidung getroffen, stadteigene Veranstaltungen oder Veranstaltungen in städtischen Einrichtungen mit 200 und mehr Teilnehmern abzusagen.

Alle Veranstaltungen werden nun anhand eines Schemas bewertet. Veranstaltungen städtischer Einrichtungen mit kritischer Infrastruktur, wie die Freiwillige Feuerwehr Bad Schussenried, fallen unter die Fallgruppe 1. Hier wurde bereits vor der Sitzung des Verwaltungsstabes per Dekret durch Bürgermeister Achim Deinet und Feuerwehrkommandant Sauter jeglicher Übungs- oder Sonderdienst aller Abteilungen abgesagt. Auch finden zunächst keine dienstlichen Besprechungen und Sitzungen mehr statt.

Veranstaltung in städtischen Einrichtungen, öffentlichen Einrichtungen oder von Vereinen mit eingeschränkten Personenkreis fallen unter die Fallgruppe 2. Hier gilt: Findet eine Veranstaltung der Stadt Bad Schussenried mit mehr als 200 Personen statt, dann erfolgt die Absage. Alle anderen Veranstaltungen werden unabhängig von der Personenzahl einer Risikobewertung nach den Maßstäben des Robert-Koch-Institutes unterzogen.

Am Ende entscheidet die Ortspolizeibehörde in Abstimmung mit dem Veranstalter, ob die Veranstaltung abgesagt werden muss oder ggf. mit Auflagen durchgeführt werden kann. So kann zum Beispiel der Veranstalter verpflichtet werden, Namen und Adresse der Teilnehmer zu erfassen, damit im Falle einer Infektion die Infektionswege eventuell nachvollzogen werden können.

Auf die externen Veranstalter, die von der Absage in städtischen Einrichtungen betroffen sind, wird die Stadt nun zugehen und das Ergebnis besprechen.

Dieser Beschluss soll zunächst für vier Wochen, bis zum 12. April gelten. Ende März soll die Situation nochmals bewertet werden. Die Stadt Bad Schussenried bittet hierfür um Verständnis. Die Veröffentlichung der abgesagten Veranstaltungen erfolgt zeitnah.

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