Auf den World Blasmusik Days steppte schon vergangenes Jahr der Bär.
Auf den World Blasmusik Days steppte schon vergangenes Jahr der Bär. (Foto: Privat)
Luca Mader

Bei den zweiten „World Blasmusik Days“ (WBD) kommen dieses Jahr Liebhaber von klassischer und moderner Blechblasmusik auf ihre Kosten. Das Festival findet vom 22. bis zum 25. August auf dem Festplatz in Bad Schussenried statt und verspricht mit einer Vielzahl an verschiedenen Musikgruppen ein abwechslungsreiches Programm.

Neben klassischen Blaskapellen sind viele Gruppen dabei, die Volksmusik auf eine flotte und fetzige Weise interpretieren, die sogenannten Brass-Bands. So treten Berühmtheiten der Brass-Szene wie die Fäaschtbänkler, Folkshilfe, Kellerkommando und viele mehr auf. Insgesamt 30 Bands und Kapellen sorgen für Stimmung, sogar ein DJ ist mit von der Partie. Im vergangenen Jahr hatte das Festival in Burgrieden stattgefunden. „Burgrieden war ein toller Veranstaltungsort, aber Bad Schussenried ist deutlich besser geeignet, da das Festivalgelände befestigt ist“, sagt Chris Stephan, alleiniger Organisator der WBD.

Zusätzliche Attraktionen

Der befestigte Untergrund sei besser bei Regen, außerdem biete der Schussenrieder Festplatz noch einige andere Vorteile. Neben der Live-Musik ermöglicht die Lage des Festivalgeländes einen direkten Zugang zum örtlichen Naturfreibad. Zudem gibt es Segway-Parcours, Bullriding und weitere Freizeitangebote. Bei einer Verlosung gibt es außerdem das „goldene Ticket“ zu gewinnen, was einen lebenslangen, kostenlosen Eintritt zu dem Festival garantiert.

Aktuell läuft noch ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Guggenmusiken. Die drei Gewinner dürfen sich jeweils über einen Platz auf der Bühne freuen, wo sie vor Tausenden Leuten auftreten werden.

 Chris Stephan organisiert die WBD, diesmal hier auf dem Festplatz in Bad Schussenried.
Chris Stephan organisiert die WBD, diesmal hier auf dem Festplatz in Bad Schussenried. (Foto: Luca Mader)

Die WBD fanden vergangenes Jahr zum ersten Mal statt und verfolgen bis heute ein konkretes Ziel: „Wir haben schon im vergangenen Jahr den Anspruch gehabt, Menschen, die offen für die verschiedensten Stilrichtungen sind, zusammenzubringen“, sagt Stephan. Diese tolerante Grundhaltung spiegelt sich auch in dem Slogan des diesjährigen Fests „Brass gegen Hass“ wider. Man wolle dabei bestehende Brass-Festivals nicht kopieren, sondern die Festivallandschaft mit einer Veranstaltung, die alt und neu zusammenbringt, bereichern. „Wir verstehen uns als die Hippies, Punks und Underdogs im Brass-Festival-Business“, sagt der Organisator.

Die Veranstalter rechnen mit 3000 bis 5000 Besuchern, Karten sind noch zu haben. Das Durchschnittsalter der Ticketkäufer liegt bei 28 Jahren. „Da waren wir etwas überrascht, es hat uns aber auch sehr gefreut, denn das ist genau das, was wir damit erreichen wollen. Wir wollen Blasmusik wieder sexy, lässig, jung und cool darstellen, so wie sie wirklich ist“, sagt Chris Stephan.

Für jedes Alter und für Familien

Trotzdem ist das Festival für alle Altersgruppen geeignet, der Sonntag ist sogar als Familientag angelegt. Dieser Termin dürfte vor allem für Schussenrieder interessant sein, da der ein Frühschoppen und der ganze restliche Tag für sie kostenlos sind. „Auf diesem Weg möchten wir uns bei allen Schussenriedern bedanken und etwas zurückgeben, da sie uns unser Festival ermöglichen“, sagt Stephan.

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