Der SSV Ehingen-Süd (vorn Simon Dilger) bezwang im WFV-Pokal den FV Bad Schussenried (hier Marcel Liebhardt).
Der SSV Ehingen-Süd (vorn Simon Dilger) bezwang im WFV-Pokal den FV Bad Schussenried (hier Marcel Liebhardt). (Foto: Volker Strohmaier)
Michael Mader

FV Bad Schussenried – SSV Ehingen-Süd 1:2 (1:2). FVS: Gebhardt - S.Liebhardt, Eisele (88. Kling), Cohn (79. Siegler), L. Kraft - S.Kraft, Gölz, Haage (64. Maucher), M. Liebhardt, Wildenstein - Bonelli. Tore: 1:0 Widlenstein (10.), 1:1 Kästle (26.), 1:2 Akhabue (38.). SR: Braukmann (Leutkirch). Z.: 310.

Der SSV Ehingen-Süd hat mit Ach und Krach die dritte Runde des WFV-Pokals erreicht. Der Fußball-Verbandsligist setzte sich beim Landesliga-Aufsteiger FV Bad Schussenried mit 2:1 durch. Das Ergebnis stand schon zur Pause durch die Tore von Sebastian Wildenstein für den Gastgeber sowie Felix Kästle und Aaron Akhabue für die Kirchbierlinger fest.

„Das war ein katastrophaler Auftritt meiner Mannschaft vom Aufwärmen bis zum Schlusspfiff“, war Süd-Trainer Michael Bochtler offensichtlich wegen des Ergebnisse nur verhalten angefressen. Sein Team habe nie richtig Zugriff auf Platz und Gegner bekommen und zu keiner Sekunde an die Leistung beim Verbandsliga-Auftakt angeknüpft, als der SSV in Essingen mit 1:0 gewann. Zu pomadig und phasenweise auch zu überheblich wirkten die Kirchbierlinger.

Dennoch ging die höherklassige Mannschaft als Sieger vom Platz, weil ausgerechnet in diesem Pokalspiel die Nerven von Felix Bonelli versagten. In Minute fünf und sechs muss der Schussenrieder Torjäger seine Farben in Führung bringen, doch zweimal bringt er allein vor Ehingens Keeper Fabian Heiland den Ball nicht im Netz unter. „Solche Dinger mache ich normal schon, vielleicht war es dann doch die Anspannung in einem solchen Spiel“, versuchte der 23-Jährige seine vergebenen Hochkaräter zu erklären. So hatte Süd einfach Glück, dass die kapitalen Fehler der beiden Innenverteidiger Jan-Luca Daur und Fabio Schenk nicht bestraft wurden.

Es hätte tatsächlich sehr gut laufen können für die Violetten, denn Wildenstein gelang nach elf Minuten mit einem Kunstschuss aus 40 Metern die Führung, weil Torwart Fabian Heiland deutlich zu weit vor seinem Kasten stand. Nicht unverdient, denn Schussenried schaffte es, die Räume eng zu machen und den Gegner zu vielen Stockfehlern zu zwingen - schon in der Anfangsphase.

Ehingen-Süd hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, ohne allerdings gefährlich vors Tor des überragenden Torhüters Julian Gebhardt zu kommen, der wie auf der Gegenseite Heiland den eigentlichen Stammtorwart ersetzte. „Das ist ein Guter und eine absolute Alternative zu Florian Harsch“, sagte FVS-Trainer Daniel Amann. Aber nicht nur das, die gesamte Schusenrieder Mannschaft spielte während der 90 Minuten mit und hatte erneut durch Bonelli nach 53 Minuten noch eine große Möglichkeit, zum 2:2 auszugleichen. „Das ist uns leider nicht gelungen, aber Kompliment an meine Mannschaft. Dieser Auftritt gibt uns noch mehr Mut für die kommenden Aufgaben in der Landesliga“, fasste Amann zusammen.

Anders bei Süd. Das einzig Positive sei das Ergebnis, wie schon in der ersten Runde in Öpfingen, räumte Interimskapitän Hannes Pöschl ein. „Wir haben offensichtlich ein Kopfproblem gegen unterklassige Gegner und in der Favoritenrolle, denn in Essingen haben wir ein ganz anderes Gesicht gezeigt.“ Kästle und Akhabue sorgten dann doch für das Weiterkommen des Verbandsligisten – der erste nach feiner Vorarbeit von Georgios Sarigiannidis nach knapp einer halben Stunde, der zweite mit einem Kopfball aus kurzer Distanz zwölf Minuten später nach einem Eckball. Pöschl konnte trotz der sehr schwachen Leistung seine Freude nicht ganz verhehlen, besser seine Vorfreude. Schließlich stammt er aus Rottenacker, dort wo der Verbandsligist in der nächsten Runde vor vermutlich dem ganzen Dorf antreten muss.

FV Bad Schussenried – SSV Ehingen-Süd 1:2 (1:2). FVS: Gebhardt - S.Liebhardt, Eisele (88. Kling), Cohn (79. Siegler), L. Kraft - S.Kraft, Gölz, Haage (64. Maucher), M. Liebhardt, Wildenstein - Bonelli. Tore: 1:0 Widlenstein (10.), 1:1 Kästle (26.), 1:2 Akhabue (38.). SR: Braukmann (Leutkirch). Z.: 310.

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